70 u
miſchen Leſern nicht unnuͤtz ſeyn moͤge, weil es nicht ganz ohne Grund iſt, und auch keiner chemiſchen Erfahrung widerſpricht; ſondern im Gegentheil mit manchen uͤberein koͤmmt, und eine leichte Aufloͤſung aller Erſcheinungen gewaͤhret.
Von der abſoluten Menge des Phlogiſtons in den Metallen.
Doo Verhaͤltniß des Phlogiſtons der metalliſchen Subſtanzen gegen einander, iſt durch Hr. Bergmann auf eine ſo meiſterhafte Art erforſcht, daß ich es als den Grund meiner Unterſuchungen feſtſetze. Nach ſeiner Entdeckung bleibt nichts uͤbrig, als die abſolute Menge deſſelben in irgend einem Me⸗ talle zu finden; denn alsdenn kann es durch eine leichte Berechnung in allen uͤbrigen beſtimmt werden. Die Subſtanz, welche ich zu dieſem Vorhaben waͤhlte, war Arſenikkoͤnig, weil er der groͤſten, obgleich nicht einer vollkommenen Dephlogiſtiſirung durch Sal⸗ peterſaͤure faͤhig iſt.
Von 100 Gr. in duͤnner Salpeterſaͤure aufge⸗ loͤſten Arſenikkoͤnig erhaͤlt man, wie ſchon bemerkt iſt, 102 Cubiczoll Salpeterluft, wenn das Ba⸗ rometer auf 30°%, und das Thermometer auf 60 ſteht. Ich muß hinzuſetzen, daß ich den Verſuch nur mit
5 Gr. machte, ſo daß ſich die Berechnung auf die Menge der Luft bezieht, welche 100 Gr. gegeben haben moͤgten. Ich wiederholte den Verſuch drey⸗
mal mit demſelben Erfolg. Ich bemuͤhete mich, durch gelinde Abdunſtung mehr Luft von dem Ruͤckbleib⸗ ſel


