Teil eines Werkes 
2 (1828) Wirthschafts-Plane und Entwürfe für die Rochsburgischen Wirthschaften für die Jahre 1803-1825 : nebst nachträglichen Bemerkungen über den Gang derselben in der letzten Zeit bis zu und nach dem Tode des Grafen Schönburg vom Herausgeber
Entstehung
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308 Nachtraͤgl. Bemerk. zu den Rochsb. W.

20 Frd'or pro Stuͤck abgelaſſen werden. Einige anſehnliche Ver⸗ kaͤufe ſind in dieſem Jahre bereits nach dem Deſſauiſchen und nach Preußen gemacht, und z. B. auch 7 Stuͤck Staͤhre nach War⸗ ſchau fuͤr 400 Rthlr. verkauft worden.

Ueber 500 Stuͤck Laͤmmer ſind in dieſem Jahre auf dieſen Schaͤfereien zur Welt gekommen; und der Verkauf der alten Schafe iſt daher dringend und nothwendig.

*) Die Wolle dieſer Schaͤfereien iſt, ganz unſortirt, und incl. einer anſehnlichen Parthie Lockenwolle, nach einem Schreiben des Hrn. Inſpector Marbach an mich, vom 22ſten Sept., an ein Bautzner Haus mit 24 Rthlr. pro Stein verkauft worden; alſo ganz wie die erſten ſaͤchſiſchen Wollen, die hoͤchſtens 1 oder 2 Rthlr. mehr fuͤr die eigentliche Wolle, wohl aber fuͤr die Locken nur weniger erhalten haben.

d) In Mittelfrohne ſtehen jetzt nur 650 Stuͤck Hammel, alles junges Vieh aus der Stamm- und Triftſchaͤferei Rochsburgs; und es werden, nach einem Schreiben des Hrn. Marbach vom 12ten Julius, d. J. kuͤnftig nur Hammel daſelbſt bleiben, die ſich von der dortigen Brauerei und Brennerei ſehr gut naͤhren und rentiren.

e) Die Erndte iſt in Mohsdorf und Berthelsdorf dies Jahr ziemlich gut geweſen, und hat 57 Schock Ruͤbſen(zu dem man vorjetzt wieder zuruͤckgekehrt iſt), und 622 Schock Getreide betra⸗ gen, von welchem letztern der Weitzen und die Gerſte gut, Roggen mittelmäͤßig, Hafer meiſt ziemlich gut gerathen iſt, ſo daß man von Weitzen das 10te, von Roggen und Gerſte das 8te, von Hafer das 9te Korn, nach dem bisherigen Ausdruſch, wohl er⸗ warten darf.

Außerdem iſt an Futter aller Art ſoviel gewonnen worden, als zur Ernaͤhrung einer ſo großen, eigentlich unverhaͤltnißmaͤßi⸗ gen Zahl Vieh erforderlich iſt; und die Kartoffeln beſonders ſchie⸗ nen gute Erndte zu verſprechen.

Viel hat zu der guten diesjaͤhrigen Erndte auch die Zahl von 400 Fudern Duͤngers beigetragen, die man im Winter 18½5 uͤber die zugefrorne Mulde aus Rochsburg nach Berthels⸗ dorf hatte hin ſchaffen laſſen.

Im October 1827.

Weber.