296 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen
a) in der Feldwirthſchaft
allerdings eine große Veraͤnderung gegen 1820. Der ſeit dem Jahre 1819 wieder aufgenommene Ruͤbſenbau war, aus denſel⸗ ben Urſachen, die ihn ſchon im Jahre 1813 außer fernerer An⸗ wendung gebracht hatten, nun wiederum wirklich aufgegeben, und ſowohl fuͤr Rochsburg, als fuͤr Berthelsdorf folgender Frucht⸗ wechſel eingefuͤhrt worden*):
1) Weitzen, ſtark geduͤngt,
2) Gerſte, oder Hafer mit Klee,
3) Klee,
4) Kartoffeln, oder auch Korn in Kalk,
5) Hafer,
6) Gemang; nur mit dem Unterſchiede zwiſchen den Knechte⸗ und den Froͤhner⸗ feldern in Rochsburg, daß auf den letztern allemal beſtimmt nach dem Klee Korn folgte. Und zwar beſtand dieſe ganze Feldwirthſchaft, excl. das neugekaufte, ganz ſelbſtſtaͤndige, hier⸗ her eigentlich weiter nicht gehoͤrige, Rittergut Mittelfrohne, wel⸗ ches der Graf nur ſo kurze Zeit beſaß, daß er wenig dafuͤr thun konnte, aus oirca 260 ſaͤchſ. Ackern wirkliches Ackerland, wovon Rochoͤburg allein 156— 160 dergl. Acker à 300 Ruthen ausmachte**).
Der Ertrag der Fruͤchte war auch im Jahre 1823 ſehr bedeutend hoch, beſonders der von Weitzen und Roggen,(wovon der Peniger Scheffel damals aber nur 6 Rthlr. 12 Gr. und 4 Rthlr. resp. galt,) und wenigſtens auf 10 Korn anzuſchlagen. Auch die Kartoffeln trugen ferner ſehr reich, und wurden fort⸗ waͤhrend nur aus Keimen gezogen.
b) Zur Heugewinnung lagen ferner die ſogenannten Lehden in Mohsdorf und Helsdorf noch nieder, und wurden, wie die Wieſ en, ferner ſtark mit
*) Ueber die Einführung deſſelben fand ſich unter den Papieren kein Ent⸗ wurf vor: denn der letzte hier gelieferte kann kaum von 1823 ſeyn, und enthält auch wieder einen veränderten Fruchtwechſel.
**) Der Graf gab mir im J. 1824 die Größe ſeiner ganzen Feldwirthſchaft incl. Mittelfrohne auf 154 auf jede Art ſelbſt an. Doch iſt hier nur das unter den Pflug getriebene Land darunter zu verſtehen.
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