2922 Oekonomiſches Tagebuch
Dagegen werden wir bei dieſer Fuͤtterung hoͤchſt wahrſcheinlich erhalten:
1) Wolle,— jedes Jahr 3 ½ Pfund,— Summa 14 Pfund zu 1 Rthlr. 19 Gr. der Stein 40 Rthlr.
2) Verkauf des Merzviehes rech⸗ nen wir zu 8 Rthlr. fuͤr den Hammel, und 10 Rthlr. fuͤr das Schaf; folglich im Durchſchnitt 9———
Summa 34 Rthlr. 2 Gr.
Wenn alſo dieſe Fuͤtterung eingefuͤhrt und fortgeſetzt wird;
ſo haben wir in vier Jahren von jedem Schaf einen reinen Ueber⸗
ſchuß von 6 Rthlr. 9 Gr. nach Abzug der Fuͤtterungskoſten, und folglich jedes Jahr 1 Rthlr. 14 ½ Gr.
Ohne aber auf Fuͤtterungskoſten Ruͤckſicht zu nehmen, wird uns— bei dieſer Methode— jedes Schaf im Jahre einbringen 8 Rthlr. 12 ½ Gr.
Wir rechnen dabei, daß in Anſehung des ſehr hoch ange⸗ nommenen Wollgewichts das Mutterſchaf durch Hammel und Staͤhre uͤbertragen werden wird. Sollten wir aber demungeach⸗ tet irren; ſo werden wir unſern Irrthum gewiſſenhaft an⸗ zeigen*).
Sehr entſcheidend fuͤr das Gedeihen der Schafe wird das Kochen durch Daͤmpfe— der Ruͤben, Erdaͤpfel— vielleicht auch des naſſen Klees— fuͤr die Schafe ſeyn, obgleich fuͤr jetzt nur theoretiſch beurtheilt.
Die Hammel freſſen bei Strohfuͤtterung dies Jahr 9 Pfund Erdaͤpfel taͤglich; nach dieſerhalb angeſtelltem Verſuche.
25 Rthlr. 2 Gr.
*) Was trägt da nun eine Schäferei von 1500 Stück Schafen ein! Welch
hoher Ertrag!— An einem andern Orte rechnet der Hr. Verf. die Einnahme von 1500 Stück Stallſchafen auf: 238 ⅞ Stein Wolle à 40 Rthlr....= 9540 Rthlr. Lammwolle. 150—
Merzvieh 370 Stück à 9 Rthlr. incl. der Schafe 3375—
Summa 13065 Rthlr., ohne Bock⸗ und Zuchtſchaf⸗Verkauf. Anm. des Herausg.
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