Teil eines Werkes 
1 (1828) Oekonomisches Tagebuch für die Jahre 1799-1819 : nebst einer vorläufigen kurzen Geschichte und Darstellung der Rochsburgischen Wirthschaften, und des ökonomischen Lebens und Wirkens des Hrn. Verfassers im Allgemeinen, vom Herausgeber; und einem Portrait des Erstern in Steindruck
Entstehung
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des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 7

Stufe der Veredlung und techniſchen Bearbeitung verfolgte, ſo wollte er dieſen Weg auch praktiſch gehen, den rohen Stoff bis zum veredelten Artefacte, und jeden Gegenſtand der Land⸗ wirthſchaft bis zum hoͤchſten Grade induſtrieller Ausbildung fuͤhren. Aus dieſem, obwohl ſpaͤter veraͤnderten Grundſatze erklaͤrt ſich manche Unternehmung und ſeine ganze verzweigte dkonomiſche Einrichtung. Wir werden uns hierauf auch berufen, wenn der, in der Vorrede ſchon erwaͤhnte, oͤftere Wechſel in ſeinen allgemeinen wirthſchaftlichen Anordnungen und Ein⸗ richtungen, wie ſie der zweite Band dieſer ſeiner Papiere aufſtellt, wie wir eben dort ſchon bemerkten, ſehr auffallend, wenn das Schwanken in der Meinung von dem wahren oͤkonomiſchen Werth dieſes oder jenes oͤkonomiſchen Gegenſtandes, wie es eben dieſe, und auch das oͤkonomiſche Tagebuch des Grafen zeigen, die Sicherheit und Gruͤndlichkeit ſeiner oͤkonomiſchen Anſichten und Kenntniſſe faſt zweifelhaft machen, wenn das ploͤtzliche Abſpringen des Grafen von einer Sache, z. B. von der Cultur einer wichti gen Frucht,(namentlich des Nuͤbſens, des Klees, der Kartoffeln,) und das mit einem Mal geſchehende Wiederergreifen derſelben nach einigen Jahren zu der Meinung bringen moͤchten, daß es ſeinen wirthſchaftlichen Einrichtungen an einer feſten Baſis gefehlt habe! Allein nur in der Idee, immer nach dem Beſſern und Vollkommnern zu ſtreben, und allerdings auch mit in der großen Reiz⸗ und Erregbarkeit, und dem ſanguiniſchen Temperament des Grafen liegen die Urſachen dieſes Schwankens, dieſer Veraͤnder⸗ lichkeit in oͤkonomiſchen Dingen, nicht in der Ungewißheit und dem Mangel an wahrer oͤkonomiſcher Einſicht und Kenntniß! Und die Hauptbaſis ſeiner Wirthſchaft, ſtarke Duͤngung und in der Regel ſtets ſorgfaͤltige Bearbeitung des Bodens, und zu deren Behuf eine anſehnliche Viehhaltung und reichliche Futte⸗ rung derſelben, blieb bei allen verſchiedenen Wirthſchafts⸗ planen, ſowohl bei deren Entwurf, als bei ihrer Ausfuͤhrung, die Grundidee, und wurde ſtets unverletzt und ungeſtoͤrt erhalten; und daher ſchadete auch jenes Schwanken und Veraͤndern der Wirthſchaft ſelbſt nie weſentlich, wenn es auch wirklich aus⸗ gefuͤhrt wurde,( obwohl ſehr viele dergleichen Projcete nur eben dies blieben, wie wir ſchon in der Vorerinnerung bemerkt haben,) indem, wie oft man auch den Fruchtwechſel z. B.