Teil eines Werkes 
6: Sechstes Heft, mit 6 Kupfern
Entstehung
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gruͤne Materie(0: das gekauete und erweichte Futter) durch die Loͤcher des Endſtuͤcks in die Roͤhre, welche dann durch Huͤlfe der Fiſchbeinſtange C. fortwaͤhrend gereinigt worden muß; in dieſem letztern Fall muß man das Einbringen der Roͤhre auch einigemal wiederholen. Da die Kartoffelfuͤt terung in einigen Gegenden haͤufig ſtatt findet, und bei dieſer ein eignes Uebel nicht ſelten eintrifft, daß naͤmlich bei zu ſchnellem Verſchlingen einzelne Stuͤcke im Schlunde des Viehs ſtecken bleiben, ſo iſt das Ende B. zugleich ſo eingerichtet, daß es das feſtſitzende Stuͤck gemaͤchlich hinunterſchieben kann. Auf dieſe Weiſe kann ein jeder in ſolchen Faͤllen ſichere Huͤlfe ſtets zur Hand haben, und dadurch der Gefahr entgehen, nach der gewoͤhnlichen Art des Durchſtechens ſein Vieh verwundet, oder es wohl gar erſticken zu ſehen.

Tab. V. Die Saamenaquetſche.

Zum QAuetſchen des Mohnſaamens und anderer oelreicher Saamenkoöͤrner hat man verſchiedene Maſchinen gebraucht. Ich habe ſie ſowohl mit Waſ ſer als Pferdekraft getrieben geſehen; da es aber meine Abſicht iſt, nur die Zeichnungen ſolcher Maſchinen zu liefern, welche in einer jeden irgend bedeuten den Landwirthſchaft benntzt werden koͤnnen, werde ich mich hier darauf be ſchraͤnken, eine der zweckmaͤßigſten, welche durch Handkraft getrieben wer⸗ den koͤnnen, zu beſchreiben, uͤberzeugt davon, daß ein jeder, welcher eine weitlaͤuftigere Anlage der Art zu Stande zu bringen wuͤnſcht, wohl wiſſen wird, ſich die benoͤthigte Anweiſung daruͤber zu verſchaffen, wie ſelbige durch Pferde oder Waſſerkraft in Gang geſetzt wird.

Fig. 1 zeigt den Durchſchnitt der Maſchine. A. iſt der Trichter, in welchen der Saamen, welcher gequetſcht werden ſoll, geſchuͤttet wird; in denſelben legt man ein Sieb bei A., deſſen Oeffnungen nicht groͤßer ſeyn duͤrfen, als daß die Saamenkoͤrner hindurch und auf die Walze B. hinab fallen koͤnnen. Dieſe iſt mit feinen Kerben der Laͤnge nach verſehen, welche beim Umdrehen den Saamen von dem Trichter auf das ſchraͤge Brett C. hinabfuͤhren, von wo derſelbe zu den Walzen DD. gebracht und zwiſchen ſelbigen gequetſcht wird, darauf aber in den Kaſten M. hinabfaͤllt. E. iſt das Schwungrad, deſſen Achſe in den Pfannen H. ruhet; und an dieſer Achſe ſitzt zugleich das Getriebe G., welches in das an der Achſe der einen Walze angebrachte Stirnrad F. greift, und dieſe Walze dadurch herumtreibt.

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