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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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Vorderanſicht.

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Wehre von Zimmerholz.

§. 117.

Bei groͤßern Baͤchen und Fluͤſſen, wo Steine fehlen und das Wehr von Holz angefertigt werden muß, darf nicht auf dieſe einfache Art gebaut werden, ſondern die Ausfuͤhrung geſchieht mit Zimmerholz und es muß ein foͤrmlicher Roſt geſtoßen werden. Die Ausfuͤhrung des Wehres geſchieht auf folgende Art:

Mit der Ausgrabung verfaͤhrt man wie bei vorhergehenden Bauten. Man ſchlaͤgt alsdann an der Stelle, wo die Wehr⸗ hoͤhe oder der Ueberfall zu ſtehen kommt, quer durch den Strom und 2 bis 4 Fuß in die Ufer eine Spundwand von 6 bis 8⁰ ſtarken gezimmerten Pfaͤhlen ein. Bei dieſen Einſchlagungen nimmt man die beiden Eckpfaͤhle zuerſt vor, welche ſodann als Lehne der ganzen Wand dienen; an dieſen beiden Pfaͤhlen bringt man an jeder Seite ein langes Stuͤck Zimmerholz an, welche man mit Klammern verbindet, ſie haben den Zweck, daß alle Pfäͤhle in ein und derſelben Richtung in die Sohle eindringen. Die Schließung der Spundwand muß in der Mitte ſtattfinden, damit die letztern Pfaͤhle, welche eine keilfoͤrmige Geſtalt erhal⸗ ten, die uͤbrigen Pfaͤhle eng zuſammendraͤngen. Die Einſchla⸗ gung aller Pfaͤhle bei dieſem Wehrbau muß mit dem ſogenann⸗ ten Lauframmel geſchehen.