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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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das naͤchſte Schur⸗Jahr. 127

ſtaͤnden ziemlich wahrſcheinlich vorausſehen, auch wenn der Bedarf nicht weiter ſteigt. Es iſt naͤmlich gewiß, daß im laufenden Schur⸗Jahr nicht ſo viel Wolle er zeugt werden kann, als das vergangene lieferte. Es fehlt allgemein an zureichendem Futter, und bis zur Schur werden in den minder ſorgfaͤltig gehuͤteten Heerden in Folge des Weide⸗ und Waſſermangels noch große Verluſte entſtehen, indem in Ruͤckſicht des letzten faule Waſſer⸗Timpel, worauf das durſtige Thier zueilt, bekannt⸗ lich eher ſchaden, als naſſe Weiden.

In Schleſien gab man ſchon dieſen Herbſt Schaafe in Futter.

In der Gegend von Bialyſtock waren bereits Krank⸗ heiten ausgebrochen.

In Boͤhmen und Maͤhren, in der Gegend um Wien, im ſuͤdlichen Deutſchland, in Curland, beſonders aber in Neu⸗Rußland und in der Krimm herrſchte ebenfalls Futternoth.

Trotz dieſer Umſtaͤnde laͤßt ſich uͤber die Preiſe, wie ſie ſich gegen die Schurzeit ſtellen koͤnnen, noch Nichts mit Wahrſcheinlichkeit vermuthen. Die Preiſe der Dinge hangen jetzt von mehreren Einwirkungen ab, als vordem. Gegenwaͤrtig werden die betraͤchtlichſten Fonds ſo ſchnell aus ihrer Beſtimmung zuruͤckgezogen, als ſie darauf verwendet wurden; Banken laſſen Millio nen ausfließen, und ziehen ſie nach Gutduͤnken wieder ein. Dadurch entſtehen dann Hemmungen im Betrieb, gegenſeitige Credit-Verweigerungen und Falliſſemente. Ein tauſend Centner Wolle aus einer Concurs* Maſſe irgendwo kurz vor der Schurzeit zur Auction gebracht, koͤnnen auf die Preiſe aller Maͤrkte Einfluß haben.

Seitdem ich den vorhergehenden Aufſatz niederge⸗ ſchrieben hatte, verbreitete ſich in Folge der vielen Fal