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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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48 XI. Die nunmehrigen Grundſaͤtze u. Erfahrungen

treffen koͤnnen, und doch iſt dem ſo, wie ich in der Zeit⸗ ſchrift fuͤr Schaafzucht von 1833 in einer leicht faßlichen Zuſammenſtellung bewieſen habe.

Eine Bezeichnung der Generationen wird in der Art angelegt und fortgefuͤhrt, daß in jeder fuͤr ſich be ſtehenden Mutter-Heerde alle Laͤmmer von den vorhan denen Muͤttern, ſo viele ſie deren auch noch ſpaͤterhin zur Welt bringen, mit 1 bezeichnet werden, Alles, was nach einigen Jahren von Nr. 1. faͤllt, mit 2, die Nach⸗ zucht von 2 mit 3 und ſo fort. Jedes Lamm aber, deſſen Mutter nicht entdeckt werden kann, bekoͤmmt kein ſolches Zeichen. Es verſteht ſich uͤbrigens von ſelbſt, daß die Bezeichnung mit großer Aufmerkſamkeit geſche⸗ hen muß, indem ein Schaaf aus der erſten Generation noch fortfahren kann, Laͤmmer zu bringen, wenn ein junges aus der 4ten bis 5ten Generation ebenfalls da mit anfaͤngt.

Sind Zucht- oder Woll-Heerden auf dieſe Art be zeichnet, ſo faͤllt es nicht ſchwer, die Generation zu be ſtimmen, aus welcher die Zuchtſtaͤhre ſollen genommen werden. Denn nicht eine jede ſchlaͤgt ein, indem der Erfolg der Paarung unguͤnſtig geweſen ſein kann.

Die Bezeichnung der Jahrgaͤnge mit einer veraͤnderten Art von Zeichen iſt ebenfalls noͤthig. Ent weder kann unguͤnſtige Witterung das Wachsthum oder die Erndte behindert, oder es koͤnnen Krankheiten ge herrſcht haben, wodurch auf einige Jahre hin eine merk liche Schwaͤche unter den Alten und der Nachzucht zu⸗ ruͤckgeblieben ſein kann.

Beim Ausmerzen folgt alsdann auf die Schwaͤch⸗ linge die aͤlteſte oder niedrigſte Generation.

Um die Einheit der Wolle moͤglichſt zu befoͤrdern,

ſucht man Staͤhre, welche in der beſchriebenen Art von

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