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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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24 VIII. Meine weiteren Erfahrungen.

I* ſteht, diejenige ſei, welche ſowohl der Fabrikation als der Oekonomie der Schaafhaltung am meiſten zuſage, indem ſie jedes Feinheits⸗Grades anderer Merinos⸗Wolle empfaͤnglich ſei, die moͤglichſte Dichtheit auf der Haut zulaſſe, zugleich die erwaͤhnten Fehler des aͤußeren Wuchſes am wenigſten befoͤrdere, vor allen aber unter uͤbrigens gleichen Verhaͤltniſſen die ſanfteſte Elaſtizitaͤt mit ſich fuͤhre.

Mein ganzes Beſtreben ging von nun an darauf hin, dieſe Wollart allenthalben, wo ich Heerden zu klaſ⸗ ſifiziren hatte, oder zur Berathung zugezogen wurde, her⸗ vorzuheben und zu empfehlen.

Am allerſchwierigſten blieb die Beobachtung des Einfluſſes der verſchiedenen Arten von Nahrungsmitteln in ihrem verſchiedenen Zuſtande auf die Wolle, nachdem mir die Folgen des Mehr oder Weniger ſchon fruͤher kenntlich geworden waren.

Bei der gleichzeitigen Mitwirkung ſo vieler inneren und aͤußeren Urſachen auf Koͤrper und Wolle laͤßt ſich jede einzelne um ſo ſchwieriger und ſeltner entdecken, je ſeltner es vorkoͤmmt, daß eine Erſcheinung ſich oͤfter wiederholt, waͤhrend dem alle andern Umſtaͤnde ſich ver⸗ aͤndert haben, eine Bedingung, welche doch ſchlechter⸗ dings erforderlich iſt, wenn auf eine Verbindung zwiſchen Urſache und Wirkung mit einiger Wahrſcheinlichkeit ſoll geſchloſſen werden koͤnnen. Auf ſo viele darauf Bezug habende Faͤlle konnte ich gar keine Ruͤckſicht nehmen, wenn mir entweder nur muthmaßliche oder gar abſicht⸗ lich entſtellte Angaben gemacht wurden.

Endlich nach jahrelangem Beſtreben gelangte ich denn doch dahin, auch dieſen Naturgeſetzen ſo weit auf die Spur zu kommen, als zur Lenkung des Unterhalts einer Heerde zur Nothdurft erforderlich iſt.