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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
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Merinos⸗ und veredelten Heerden. 13

loup bezeichneten herrſchte meiſtens noch eine gemeine Veredlung mit grober Lenden⸗Wolle. Unter dem Namen Murat befanden ſich ſchwach

gehaltene Schaafe mit muͤrber Wolle. Uebrigens hatten Viele darunter Aehnlichkeit mit feinwolligen ſaͤchſiſchen.

Unter denen aus Ramboulllet gab es nur einige Wenige mit ausgezeichnet ſchoͤner Wolle. Die meiſten aber trugen eine mittelmaͤßig feine, harte und nach den Enden zu, ſchlechte Wolle.

Die von Malmaiſon zeigten die groͤßte Gleichfoͤr⸗ migkeit im Haar, damals bei einer etwas mehr als gewoͤhnlichen Laͤnge. Die Zeit der letzten Schur war nicht bekannt.

Unter Laferté fand ſich die hoͤchſte Feinheit; die unter Dailly aber hatten nicht nur ſehr feine Wolle, ſondern auch das ausgeglichenſte Vließ.

Die ſo bekannt gewordenen Moncey's ſtanden in hoher Veredlung; ſie hatten zwar eine zarte, aber noch mehr flach gebogene, und dabei ungleichhaarige Wolle, welche ſich auch ſowohl in Frankenfelde, als anderwaͤrts wieder verloren hat.

Von ſaͤmmtlichen Staͤhren waren die wenigſten tauglich.

Alle dieſe verſchiedenen Staͤmmchen aber waren mit Wolle gut beſetzt. Das damalige Wollgewicht von 3* Pfd. auf das Stuͤck konnte indeſſen, wegen der Un beſtimmtheit der letzten Schurzeit und bei einer faſt zu ſtarken Ernaͤhrung, von welcher viel Schweißfett zuruͤck blieb, uͤber den Woll-Ertrag nicht entſcheiden. Derſelbe hat ſich im Durchſchnitt genommen erſt in der Folge als vortheilhaft bewaͤhrt.

In ſolchen Staaten, welche noch Schaafe einfuͤh ren oder weiter verſetzen wollen, wuͤrden die Directionen