10
fragen nach Grasſaamen, die eine Menge Herren bey mir gethan haben, glaubte ich mich genoͤthigt zu ſehen, etwas zu chun, welches ihre Zufriedenheit erhielte und zugleich dem Publiko einen weſentlichen Dienſt leiſtete. Ich wuͤnſche alſo wenigſtens ſie nunmehr in den Stand zu ſetzen, uͤber eine Sache zu entſcheiden, welche ſo lan⸗ ge ſchwankend und ungewiß geweſen iſt und von welcher nicht nur ich allein, ſondern mehrere ſich einen großen Vortheil fuͤr die ganze Nation verſprechen.
Ich bin uͤberzeugt, daß die Grasarten, die ich anempfehlen will, alles leiſten, was man nur von den Graͤſern unſeres Landes fodern kann; es ſind ihrer ſechs, die die Krone unſerer beſten Weiden ausmachen; die meiſten von Ihnen kommen ſchon ſehr zeitig im
Jahre, alle geben ſehr viel Heu und kommen in ſolchem
Boden und in denjenigen Gegenden am beſten fort, die ſich zu Wieſen und Weiden vorzuͤglich ſchicken.. Allein man muß ſich auch keine Wunderdinge von ihnen verſprechen; denn trotz aller ihrer Tugenden ſind ſie doch nur Graͤſer und als ſolche ſind ſie auch dem Um⸗ ſtand unterworfen, daß ſie nach Beſchaffenheit der be⸗ ſondern Jahreszeiten oder der Fruchtbarkeit oder Un⸗ fruchtbarkeit des Bodens, auf dem ſie geſaͤet ſind, reich⸗ lichere oder magere Erndten geben.


