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ſchaft oft nicht grade ſo, wie man erwartete. Am eath⸗ ſamſten iſt, wenn man ſich einmal entſchloſſen hat, von dieſer oder jener Schaͤferei ſeine Zuchtſtaͤhre zu nehmen, auch dabey ſo lange zu beharren, bis man ohne Gefahr eines Ruͤckſchlages reine Inzucht treiben kann, und dieſer Zeitpunkt tritt ein, wenn die Nachkommenſchaft allgemein zu dem projektirten Charakter uͤbergegangen iſt und nicht mehr— wie etwa als beſondere Ausnahme(was auch in den aͤlteſten konſtanteſten Heerden der Fall iſt) davon abweicht.
Vorausgeſetzt, daß der Urſtamm edel war; ſo iſt nach dieſer Erſcheinung kein Bedenken mehr, eigene Staͤhre zur Fortpflanzung zu gebrauchen, ſelbſt in dem Falle, wenn ſie noch nicht den hoͤchſten Grad der Fein⸗ heit erreicht haͤtten. Denn man iſt dabey am ſicherſten, wegen der Gleichmaͤßigkeit des Wollcharakters, welche wohl nur ſelten in einer ſogenannten konſtanten Heerde anzu⸗ treffen iſt. Um aber den hoͤchſten Grad der Feinheit zu erreichen, inſofern er ſich mit der gewuͤnſchten Wollmenge verträgt, iſt nun erforderlich, die ſich hierzu qualifiziren⸗ den Zuchtſtaͤhre auszuwaͤhlen und bey dem Merzen ſtrenge Ruͤckſicht darauf zu nehmen.
Ob aber das Verfahren daſſelbe ſeyn darf, wenn man es urſpruͤnglich mit Meſtizen zu thun hatte? iſt eine andere Frage. Wenn ich ſie gradezu mit ja beantworten wollte: ſo wuͤrde dieß von einem ſehr großen Eigenduͤnkel zeigen, da unſere ausgezeichneteſten Schaafzuͤchter der entgegengeſetzten Meynung zu ſeyn ſcheinen. Ich unter⸗ ſtehe mich deshalb bloß zu bemerken, daß es in Preußen und Sachſen doch eigentlich nur wenige Schaͤfereien giebt (vielleicht gar keine?) wovon man mit voͤlliger Gewißheit ſagen kann: alle Thiere ſind aus rein Spani⸗ ſchem Blute entſproſſen. Demohngeachtet kauft
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