— 10— V mung. Der Neid dieſer wurde wohl rege, wegen der Mrol ſchoͤnen Einnahmen, welche jenes davon hatte; aber zur Haden
Nachahmung wollten ſich die Landwirthe durchaus nicht Eithi verſtehen. Ihre Abneigung, Vorurtheile und Unwiſſenheit delch war ſo groß, daß ſie meinten: wer Spaniſche Schaafe eonme halten wolle, muͤſſe auch Spaniſches Futter haben(ich von S habe dieß hon mot ſelbſt oft gehoͤrt) und da dieß in ntaf ihrem Lande nicht wachſe, ſo wuͤrden alle dieſe Projekte mche wie Seifenblaſen von ſelbſt verfliegen, und fuͤr weiſe hielt d ih ſich der, dem es nicht einfiel, mit ſolchen Thorheiten ſein mS ſchoͤnes Geld zu verthun.
Wer koͤnnte ihnen dergleichen Raiſonnements verar⸗ aat, gen! Belehrung, beſonders uͤber Schaafzucht, war damals V nm nicht leicht zu erhalten; denn gruͤndlich⸗ ſchriftliche Anlei⸗ mm tung zur Verbeſſerung derſelben gab es noch nicht; auch b 6 wuͤrde man dagegen ſehr mißtrauiſch geweſen ſein, ineem id ſchon mancher, der von ſchriftlicher Anleitung Notiz ge⸗ 6 nommen, nicht ohne Schaden weggekommen war. Denn de die damaligen oͤkonomiſchen Schriften waren zu unvoll⸗ eirhe ſtaͤndig, als daß ſie verſtaͤndlich geweſen waͤren, und das as p Brauchbare wurde auch von den Landwirthen nicht ver⸗ htte ſtanden, weil ſie zu ungebildet waren. Das Buͤcherleſen AN iſt auch deshalb heutiges Tags noch ein Graͤuel fuͤr die kitd alten praktiſchen Landwirthe. Sie ſehen lieber einen jun- üüris gen Landwirth mit der Tabackspfeife beym Kartenſpiele ven als bey einem Buche. reſ
Wenn nun an theoretiſchen Unterricht nicht gedacht in wurde, ſo war jeder auf ſein eigenes Nachdenken reduzirt dend und konnte hoͤchſtens Belehrung von ſeinem Nachbar durch Futt Beiſpiel erhalten. Iöte
In den damaligen Preußiſchen Staaten war der idem ſchon erwaͤhnte Amtsverwalter Fink, Domainenpaͤchter Flten des Petersberges, der erſte, welcher die Nuͤtliichkeit der Antti


