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Versuche und Beobachtungen über die Farben des Lichtes ... : Mit vier Kupfertafeln / angestellet und beschrieben von Christian Ernst Wünsch, Doktor der Weltw. und Heilkunde, wie auch Profess. der Mathem. und Physik zu Frankfurt an der Oder
Entstehung
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en uͤber die Farben des Lichts. 113

ſih e korperlichen Raͤume das Licht auf eine ſo ſonderbare und vielfaͤltige Weiſe zerlegen. So viel iſt freilich wohl gewiß, daß die gedachten duͤnnen Koͤrper und Raͤu⸗

dſerni ich di ini extin me nicht allenthalben gleich dicke, ſondern an eini⸗

3 gen Stellen mehr an den uͤbrigen minder duͤnne

nhnn ſind, wie auch, daß die minder brechbaren Farben

des Lichtes mehr Kraft beſitzen, als die mehr brech⸗

uii baren. Und hieraus wuͤrde folgen, daß die duͤn⸗

3 nern Stellen, wegen der ſtaͤrkern Wirkung der wech⸗ Nngan ſelſeitigen anziehenden Kraft ihrer Oberflaͤchen al⸗

ügen zi lerdings ganz andere Farben hindurch laſſen und zu⸗ a, m ruͤcke werfen muͤßten, als die minder duͤnnen. Al duth ſc lein hieraus wuͤrde doch noch nicht erhellen, warum

auf einer und eben derſelben Stelle die naͤmliche Far⸗

be, zum Beiſpiele die karmeſinrothe, etliche mal ſhenge mit jener meergruͤnen abwechſelt, wenn man die än 1p Stelle immer mehr und mehr zuſammen preßt, ſolg⸗ rlch be⸗ lich immer duͤnner macht. Auch wuͤrde daraus noch nicht gllug hervorgehen, warum ſich dieſer Farbenwechſel auf Ri, wi die naͤmliche Weiſe bloß durch die verſchiedene Nei⸗ 3 kam, gung des einfallenden Lichtes darſtellet, ohne daß man drei ein

d die Glaͤſer mehr oder minder zuſammen zu preſſen, ig ſogr oder uͤberhaupt einen duͤnnen Koͤrper noch duͤnner zu machen noͤthig hat. Man koͤnnte zwar dazu noch

8 annehmen, daß der Wechſel ein Naturgeſetz wä⸗ ich in re, dem auch ſogar das Licht gehorchen mit te, und nun hieraus dieſes Phaͤnomen erklaͤren. Allein ii k dieß waͤre doch eine offenbare Hypotheſe, durch wel⸗ h ſ u che wir nicht ein mal mehr erfahren koͤnnten, als bhe wir vorher wußten, weil wir dann doch die Urſa⸗ 0 örgelicen che

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