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Nachricht von der Verwallung und Urbarmachung der Warthebrücher / [Verf.: Friedrich Heinrich Stubenrauch]
Entstehung
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b. Bey Schaumburg iſt die Oder auf der Neumaͤrkſchen Seite beym Dorfe ſehr anbruͤchig. Es liegen daſelbſt von einem Steindamme des Markgrafen Hanſen große Steinhaufen, die den Abfluß hindern, und beweiſen, daß dieſer Strohm ſich auf der Stelle ein anderes Bette ge⸗ macht habe, und daß ſonſt ein noch kenntlicher Lauf auf der Kurmaͤrk⸗ ſchen Seite gegangen ſey. Dieſer Lauf, von! bis k muͤſte von neuem aufgenommen werden. Durch dieſe Mittel glaube ich ſicher, daß man wenigſtens von Cuͤſtrin bis zum Calenziger See 1 Fuß mehreres Gefaͤlle erhalten koͤnne. 3. Von der Oder ab, muͤßten alsdann die von demc. v. Petri projektirten Ka⸗ Kanaͤle zwi

2 chen der Ve⸗ naͤle von h bis i, zwiſchen der kurzen Vorſtadt und Veſtung bis an die Seen kungu. karrhan

orſtadt b und den ſogenannten Kloſting und den großen See, angefertiget werden. Euſtrin amue

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fertigen.

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3. Von da ab waͤren die vielen kleinen und groͤßern Gewaͤſſer, bis an den Friedrichskanal unter einander zu verbinden.

An ſich ſind dieſe Arbeiten weder gefaͤhrlich noch ſchwer, noch albzukoſtbar. Die Verbeſſe⸗ Die groͤßte Schwierigkeit liegt blos darin, daß man ſo ganz von dem Waſſer runaen ſind ſtande der Oder abhaͤngt. Iſt im Sommer und Herbſt, wenigſtens von Mitte i Kich auistae

Juny bis Mitte Octobers klein Waſſer, das iſt, unter 3 Fuß am Maaß bey Cäů- ſtrm, ſo wuͤrden in dieſer Zeit die Arbeiten bey der erſten Nummer a und b fertig, und zu der bey der zweyten Nummer ein 24 fuͤßiger Vorfluths⸗Graben angefer⸗ kiget werden koͤnnen..

Wenn dadurch das Waſſer mehr abgelaufen, ſo wuͤrde ſich in dem folgen⸗ den Jahr die Arbeit bey der dritten Nummer ſchon von ſelbſt naͤher beſtimmen. Ich will die Art und Weiſe, wie dieſe Arbeiten ausgefuͤhrt werden koͤnnen, uͤbergehen, da ſie einem jeden Waſſerbauverſtaͤndigen zur Genuͤge bekannt iſt, aber zu deren Decharge muß ich nur bemerken, daß man von ſolcher Arbeit nicht gleich im erſten Jahre alle Wuͤrkung erwarten muͤſſe, denn die Kanaͤle koͤnnen wegen ihrer Breite nicht ganz ausgegraben, ſondern muͤſſen groͤßtentheils ausgekarret werden; und es iſt theils ein unnuͤtzes theils ein zu koſtbares Unternehmen dabey Schoͤpfwerke

anzubringen. Man muß ſich daher begnuͤgen, die groͤßte Tiefe zu erreichen, und

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