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Nachricht von der Verwallung und Urbarmachung der Warthebrücher / [Verf.: Friedrich Heinrich Stubenrauch]
Entstehung
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J 23

Dieſes waͤre alſo die Geſchichte der noch unvollkommenen Verwallung der untern Warthe⸗Bruͤcher, und es wird noch unten naͤher gezeigt werden, was an der Vollendung fehlet.

Hier kommt es noch darauf an, wie ſolche weiter vom Binnenwaſſer be⸗ freiet, urbar gemacht, und eingetheilet worden ſind.

Auf der rechten Seite zeigt die Anſicht der Karte, daß die Bruͤcher vom urbarma⸗ Fichtwerder ab, bis Warnicke, und von der Hoͤhe bis an den Wall nur ſchmal Heetan fallen, und darin ſchon viele eingetheilte Grundſtuͤcke der an der Hoͤhe belegenen Bruͤcher. Ortſchaften befindlich ſind.

Hierdurch ſoll die Vorfluth aus dem ganzen Ober⸗Bruch, von Wepritz ab, genommen, und in den untern Bruͤchern ſelbſt das Waſſer, beſonders das Viezer Muͤhlenfließ, abgeleitet werden. 1

Es war dazu ſchon im Jahr 1774 der Pyraͤhnſche Graben und der Maſſow⸗ Loraͤbnſche Kanal angefertiget, und nach Coupirung der ſchnellen Warthe iſt noch ein Gra⸗ Hanben dn ben vorlaͤngſt der Hoͤhe von unterhalb Tamſel, und bis an das Viezer Fließ an⸗ nal, gefertiget, auch der Maſſow⸗Kanal verſchiedentlich wieder aufgeraͤumt worden.

Sie wollen aber bis jetzt keine rechte Wuͤrkung thun, theils weil es unten bey Warnicke gaͤnzlich an Vorfluth fehlet, und daſelbſt das Waſſer groͤßtentheils im Binnenlande hoͤher als im Vorlande ſteht, theils, wenn der Ueberfall unterhalb den Zuͤlg laͤuft, dieſe Graben die zu groſſe Maſſe Waſſer nicht abfuͤhren koͤnnen.

Die ganze Gegend iſt daher nicht viel trockener als vor der Verwallung, untulaͤnglich⸗ und da ſich in ſelbiger ſchon viel eingetheilte Grundſtuͤcke der alten Doͤrfer befinden, keit deſſelben. dieſe aber, zu ihrem eigenen, und der Landes Cultur groͤßten Nachtheil, aller Veraͤnderung bisher widerſprochen haben, ſo iſt auch nichts neues darauf etablirt, außer daß bey Klein Camin 30 Familien angeſetzt worden, und daſelbſt, und auf das Tamſelſche, Kuͤhmelkereyen angelegt werden ſollen, wozu der Koͤnig die Radungskoſten gegeben hat.

Auf der linken Seite von unterhalb Koͤlſchen ab bis an die Cuͤſtrinſche Grenze gehoͤrt der groͤſte Theil des Bruchs zum Herrenmeiſterthum des Johan⸗ niter Ordens, und zum Ordens⸗Amt Sonnenburg, außer 2 Genninſche Hol⸗

laͤnder