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Nachricht von der Verwallung und Urbarmachung der Warthebrücher / [Verf.: Friedrich Heinrich Stubenrauch]
Entstehung
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Conferenz we⸗ Es iſt nicht wohl begreiflich, wie bey dieſer Verhandlung, der Petriſche dif nei Entwurf ſo wenig erwehnt und in Betrachtung gezogen worden, als wenn er Weyrit ab an gar nicht vorhanden geweſen waͤre. Im Grunde wurde bei der Gelegenheit der Elemente. nichts erſpriesliches fuͤr das Ganze ausgemacht, ſondern man blieb, ſo viel ſich wenigſtens aus dem Gutachten abnehmen laͤßt, blos bei dem einzelnen Punkt ſte⸗ hen, ob die Warthe oder ob die Clemente zum Hauptſtrom genommen werden ſollte. Verwallung Erſteres wurde beliebt, und dem gemaͤß, wurde nun die Arbeit auf der rechten dey Wepritz. Seite bey Wepritz angefangen. Da war noch hohes Terrain, allein bald kam man in niedriges, wo man abließ, und wieder das hohe auf der linken Seite

Verwallung bey Eulen ſuchte. Es wurden dabey verſchiedene Kruͤmmen der Warthe grade ge⸗) Weiehn ſtochen, denen es von unten auf an Vorfluth fehlte, und alſo dadurch das Waſ⸗ ſer von oben immer mehr mach der Arbeit gezogen wurde, welches man durch ſehr koſtbare Verlegungen der Ufer, und durch viele nach vollendeter Arbeit ganz un⸗

nuͤtze Graben, wegzuſchaffen ſuchen muſte.

In den folgenden Jahren wurde an verſchiedenen Orten von einer Seite, und von einem Ende zum andern gearbeitet, und da die beynahe ganz Deutſch⸗ land ſehr fatalen feuchten Jahre von 1770 und 1771 hinzu kamen, ſo wurde vie⸗ les von den vorigen Arbeiten beſchaͤdiget, und die weitere Verwallung aͤußerſt erſchweret. E

Indeſſen war man doch bis Ao. 1772 ſo ſtuͤckweiſe mit der Verwallung auf

Coupirung der rechten Seite bis gegen den Fichtwerder, und auf der linken Seite bis gegen er Clemente. Koͤlſchen gelanget. Nun kam es auf Koupirung des erwehnten obern ſtarken Ausfluſſes der Warthe, die Clemente genannt, an. Dieſe wurde wuͤrklich, im

Herbſt dieſes Jahres, oberhalb, vorgenommen Man hatte hierbei wohl den Nach⸗

theil, welchen eine ſolche Einſchraͤnkung zweyer Stroͤhme auf einen haben wuͤrde,

gefuͤrchtet, und auch einigermaßen wieder an das Petriſche Projekt zuruͤck ge⸗ Schleuſe beydachk. Es war daher ſchon 1769 eine Schleuſe bey Wepritz, und 1771 eben⸗ E en uid falls eine auf der linken Seite bey Albrechtsbruch erbauet worden; und die dritte dey Albrechts am Stebben unter vorgedachter Koupirung wurde in dieſem Jahre angelegt, druch. Allein man unterließ, dahinter gehoͤrige Kanaͤle zu machen, und ſo ſind dieſe drey

Schleu⸗

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