Uneet den vielen Verbeſſerungen des Landes, welche Koͤnig Friedrich der zweyte hat vornehmen laſſen, iſt die Verwallung und Urbarmachung der Warthebruͤ⸗ cher, in Abſicht ihres Umfanges und ihrer Folgen, gewiß eine der wichtigſten.
Der Wartheſtrom entſpringt in Pohlen an der Oberſchleſiſchen Grenze, be⸗ Beſchreibung ruͤhrt Poſen und Schwerin in Pohlen, kommt oberhalb dem Dorfe Borkow in daede
die Neumark, nimmt noch die, mit der Drage vereinigte, Nezze, bei Zantoch auf, gehet bei Landsberg vorbei, und faͤllt, dicht an der Veſtung Cuͤſtrin, in die Oder. Der Strom iſt an ſich ſchon immer, wenigſtens bis Poſen, ſchifbar geweſen; aber ſeit dem Jahre 1772, da die Nezze mit der Brahe und Weichſel durch einen Kanal verbunden worden, noch merkwuͤrdiger, weil nunmehro die Schiffarth aus einem noch groͤßeren Phni von Pohlen und Weſtpreuſſen dazu gekommen iſt.
Er vertheilte ſich ſonſt, von der Pohlniſchen Grenze ab, in faſt unzaͤhlige
beſondere Ausfluͤſſe, worunter die ſtaͤrkſten die Clemente, der Ledling, der Woy und die Mehlke waren. Mit dieſen ganz unregelmaͤßigen Ausfluͤſſen vereinigten ſich ſehr viele kleine von der Hoͤhe herabkommende Fluͤſſe und Baͤche, als das Alt⸗
ſorgenſche, Hammerſche und Raudenſche Fließ, der Poſtum und das Maus/ aage der War⸗ kower Iließ und die Lenze auf der linken, ſo wie das Genninſche und Viezer thebruͤcher.
Muͤhlenfließ auf der rechten Seite; und dieſe verurſachten durch den beſtaͤndigen Zufluß von Waſſer, welches nicht weiter abgefuͤhrt wurde ſondern in der niedrig⸗
ſten Gegend ſtehen blieb, die unzugaͤnglichen Bruͤcher zu beiden Seiten des Hauptſtroms, welche von der Pohlniſchen Grenze ab bis nach Cuͤſtrin, in der Laͤnge 8 Meilen betragen, und zum Landsberg⸗ und Sternbergſchen Kreiſe, beſon⸗ ders zu den Koͤniglichen Aemtern Himmelſtaͤdt und Quartſchen, zur Stadt Landsberg, zum Herrenmeiſterthum des Johanniter⸗Ordens, verſchiedenen ade⸗
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