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Vorrede..
Derienige, welcher einen Waſſerbau zu beſchreiben unternehmen
will, ollte die Theorie davon und die Anlagen jelbſt genaun
kennen, oder daran gearbeitet haben, und die Gabe beſitzen, ſie de⸗ nen, die ſie nicht kennen, noch zu ſehen Gelegenheit haben, deut⸗ lich und augenſcheinlich darzuſtellen. Dieſe Eigenſchatten werden ſich ſelten beyſammen finden, und wenn ſie auch jemand hat, ſo hindern ihn oͤrters Geſchaͤfte, oder er hat den nur zu gemeinen Ei⸗ genſinn, andern nichts mittheilen zu wollen, und ihnen dadurch das nicht zu erleichtern, was ihm ſelbſt Muͤye gemacht hat; oder er hat das Vorurtheil, daß er entbehrlicher werde, wenn er die Sa⸗ che ſeiner Wiſſenſchaft und Kunſt bekannt machte, oder er vefuͤrch⸗ tet ſich zu ſchaden und andere zu beleidigen, wenn er das Werk
ſeiner Haͤnde zu aufrichtig, und mit allen ſeinen Fehlern beſchrei⸗
ben wollte.
Wahrſcheinlich ſind dieſes die Urſachen, warum wir von den wirklich ſchoͤnen, großen und nuͤtzlichen Anlagen, welche unſer Va⸗ terland aufzuweiſen hat, gar keine Nachrichten haben, und die auch mich haͤtten abhalten ſollen, ſolche von der Verwallung und Urbar⸗
machung der Warihebruͤcher zu liefern, da ich keine theoretiſche
Kenntniß vom Waſſerbau habe und es mir genug bewuſt bin, daß ich, fuͤr einen Waſſerbauverſtaͤndigen, nicht ausfuͤhrlich und yſte⸗ matiſch, und fuͤr einen vaterlaͤndiſchen Statiſtiker nicht deutlich und unterhaltend ſchreiben werde.
Allein, da ich ſeit 14 Jahren die wirthſchaftliche Einrichtung des groͤßten und beſten Theils des Bruchs beſorgt habe, und von den mehreſten Vorfaͤllen Augenzeuge geweſen bin, ſo habe ich mich uͤber jene Bedenklichkeiten hinweg geſetzt, und nicht nur das ganze Unternehmen erzaͤhlet, ſondern 1 meine Bemerkungen mitge⸗
(2 theilet,
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