26 Vierzehntes Capitel.
oder von dem im Waſſer unaufloͤslichen Queckſilberkalch erhalten will; im erſten Fall kann man mehr, im letzteren weniger Vitriolol nehmen; auch kann man im letzteren Falle Schwefelgeiſt gebrauchen, der in aͤltern Zeiten auf Apothe⸗ ken gebraͤuchlich geweſen iſt..
Das Feuer kann bey dieſer Gelegenheit ſo ſtark ange⸗ bracht werden, als man will, weil ſich das Queckſilber nicht aufſublimirt, ſondern durch das Vitrioloͤl figirt wird.
2. Anm. Verrichtet man dieſe Verkalchung des Queckſilbers
in einer Retorte, in einer Sandkapelle, mit vorlutirter Vorlage, ſo findet man nach der Oeſtillirung, daß das Uebergegangene dem Schwefelgeiſt, ſowol in Anſehung ſei⸗ nes ſtechenden Geruchs, als ſeines Geſchmacks, zum Theil gleichet, auch etwas Schwefel zugleich in den Hals der Re⸗ torte aufgeſttegen iſt.(Man vergl. Cap. 10.§. 25. Anm.) S. Vogels uſiit. Chem.§. 812. Not. woraus deutlich er⸗ hellet, daß etwas von einem brennbaren Weſen im Queck⸗ ſilber zu finden ſey.
Des uͤbergegangenen Phlegma's, und Geiſtes kann man ſich zu einer neuen Verkalchung bedienen, da man eben ſo viel Queckſtlber, dem Gewichte nach, dagegen nimmt.
Man ſiehet hieraus, daß ſich die ſtaͤrkſte Saͤure an dies Queckſilber in Geſtalt eines feſten Salzes haͤnget; auch er⸗ hellet hieraus ſolchergeſtalt, daß das Queckſilber etwas metalliſches, oder eine Erde enthalten muͤſſe, woran ſich die gedachte Saͤure haͤngen koͤnne.
3. Anm. Gießt man, nachdem das Vitrioloͤl abgetrieben iſt, friſches Vitrioloͤl auf die zuruͤckgebliebene Maſſe, und trei⸗ bet ſolches wieder davon ab, ſo erhaͤlt man, wenn dieſes mehrere male wiederholet wird, zuletzt eine Maſſe, wie ein Oel, die feuerbeſtaͤndig iſt, und nicht getrocknet werden kann; dieſe wird Queckſilberol, Oleum Mereuri, genannt, und iſt eine vollkommene Queckſilber⸗Auffoͤſung in Vitriol⸗ ol, welches daraus zu erſehen iſt, daß das Queckſilber aus demſelben durch Laugenſalz niedergeſchlagen werden kann.
4. Anm. Da dieſer zubereitete mineraliſche Turbith, ſo ſcharf wie er iſt, nicht zur Arzeney gebraucht werden kann, ſo pflegt man erſt heiſſes, darnach kaltes Waſſer darauf zu 5
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