Teil eines Werkes 
Theil 2 : Abt. 3/4 (1776) Von den 7 halben und den 7 ganzen Metallen und den Produkten derselben / hrsg. von Johann Gottschalk Wallerius .̤ Aus dem Schwedischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Christian Ehrenfried Weigel
Entstehung
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Vom Queckſilber, deſſen Praͤcipitaten ꝛc. 13

§. 3.

Wird das Queckſilber lange in einem Moͤrſel gerieben, oder in einer an ein Muͤhlrad gebundenen Flaſche, geſchuͤttelt, ſo verwandelt ſich etwas davon gemaͤhlich zu einem ſchwar⸗ zen, gelinden, feinen, durchdringend kupfericht oder nach Gruͤnſpan ſchmeckendem Pulver, das auf dem uͤbrigen Queck⸗ ſilber fließt; und iſt es merkwuͤrdig, daß deſtomehr vom Queckſilber zu einem ſolchen Pulver verwandelt wird, jemehr

ſolches vorher gereiniget worden iſt. S. Boͤerhave de Mercurio p. 6.&c.

Sammlet man dieſes Pulver, und treibt es mit ſtarkem Deſtillirfeuer, ſo wird es wiederum zu fließendem Queckſil⸗ ber, und geht in die Vorlage uͤber. S. Boͤerhave am angef. O. 1

Anm. Bey dieſer Gelegenheit muß ich erwaͤhnen, daß das Queckſilber, wenn es mit einem thieriſchen Fette, als Talch, Schmalz, oder einer Salbe; oder mit etwas fetten aus dem Gewaͤchsreich, als Harz, Wachs, Copaiva⸗ Peru⸗ Balſam, Terpenthin, oder mit vegetabiliſchen Oelen, z. B. mit Terpenthin⸗Oel, oder mit einer ſeifenartigen Materie, wie Zucker, Speichel, oder mit einer ſchwefelichten, als Spießglasſchwefel, gemiſcht und in einem Morſer gerie⸗

ben wird, ſeine Fluͤßigkeit gaͤnzlich verlieret, getheilt, und in gemeldete Materien unſichtlich eingemiſcht wird, woher es denn auch getodtetes Queckſilber, NMercurius extinltus, genannt wird. Hiebey iſt merkwuͤrdig, daß wenn Queck⸗ ſilber lange mit Zucker gerieben wird, dieſe beyde ſo mit einander vereiniget werden, daß ſie, ohne ſich zu ſcheiden, vom friſchem Waſſer aufgeloͤſet werden; woraus man ſie⸗ het, daß dieſe Art, das Queckſilber zu toͤdten, zu medizin⸗

ſchen Abſichten die beſte und ſicherſte iſt(). §. 4.

(3) Mit arabiſchem Gummi und etwas Waſſer gerieben, wird er gleichfalls getoͤdtet, und dieſe Vereitung von Plenken vor⸗

zuͤglich zum innern Gebrauch em⸗

pfohlen. S. deſſen Meth. nov. & facil. Mercur. æpris venerea lue infellis exhibendi. L' indob. 1766., welche auch nachher von verſchiedenen angewandt worden,

wie