Teil eines Werkes 
Theil 1 (1761) Der Physischen Chemie erster Theil, welcher von der Natur und Beschaffenheit der Chemie überhaupt, von ihrer Geschichte, Zeichen sowol leidenden als wirkenden Werkzeugen, und endlich von den Arbeiten und hervorgebrachten chemischen Cörpern, auf systematische Art handelt / aus dem Schwedischen ins Lateinische übersetzt und vermehrt von dem Verfasser Joh. Gottschalk Wallerius ... und nunmehr ins Teutsche übersetzt mit Anmerkungen von Christ. Andr. Mangold
Entstehung
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86. Win Cap. 45. Von der Seiffe. 455 d ha eölate. e 8 V Anmerkung. Wenn Gallerte, Schleime und Gummni mit daß ſechn Waſſer ausgezogen werden(Cap. 41. und 42.), ſo gehoͤren angeiza n ſie zu den waͤſſerigten Extracten, und pflegen entweder ſeienenn gummigte oder gallerartige, oder ſchleimige Extraete ge⸗ der ugann nennet zu werden. Die mit Weingeiſt ausgezogene Har⸗ ceit ut ze(Cap. 43.) gehoͤren zu den geiſtigen Extracten, und heiſ⸗ (henige 9 ſen harzige Extracte; da man aber dieſes Gummi, dieſe Nae⸗ Schleime, Gallerten und Harze, in den Extracten ſelbſt mit ſalzigten, erdigten und oͤligten Theilen, mehr oder e weniger, ja mit einem zurüͤckgebliebenen Theilgen des nd Aufloͤſungsmittel vermiſcht antrift, ſo haben wir in Anſe⸗ hung deſſen, dieſe Extracte ſelbſt, von den vorher beſchrie⸗

benen reineren Gallerten, vom Gummi, von den Schlei⸗ 5 men und Harzen, unterſchieden. Gfin.

§. 3.

Eingedickte Saͤfte ſind ausgepreßte Kraͤuterſaͤf⸗ ſi itn te, ſo durchs Eindicken(Cap. 15.) zum Beſtande ſtelins eines Extracts gebracht worden ſind, weswegen ſie rmiitn auch oͤfters den Namen der Extracte fuͤhren.

V Anmerkung. Eingedickte Saͤfte ſind von den Extracten darinne unterſchieden, daß zu den erſten kein Aufloͤſungs⸗

4 alfhe⸗

9 mittel gebraucht wird, ſondern die natuͤrliche ausgepreß⸗ te Saͤfte fuͤr ſich allein, bis zur gehoͤrigen Dicke, einge⸗ rda ſad dickt werden; da hingegen die Extracte ohne Aufloͤſungs⸗

mittel nicht gemacht werden koͤnnen. d 5 hG, 39 8 34 36 3e8 3 3 36 5 34 6:343 39 5 38 1 34 3 s Das 45. Capitel. Von der Seiffe.

fd e 1 2

F ie Seiffe iſt ein hervorgebrachter chemiſcher Coͤr⸗ dun viſ per, der aus Salz, das mit Oel vereiniget worden iſt, und einen mehr oder weniger gro⸗ Ertacke ben und harten Coͤrper darſtellet, beſtehet. Dieſer

va Lücher beſet ſ ſowol im Waſſer als Weingeiſt auf, wird durch das im(23. Cap.) angezeigte Seif⸗

fenmachen bereitet. Siäe 3 b Ff 4 An⸗