390 Verzeichniß derjenigen Schaͤferein ꝛc.
In die uͤbrigen drei Klaſſen kommen alle mit ungleichartiger Wolle, ebenfalls nach dem Unterſchied ihrer abnehmenden Feinheit und Gleichartigkeit. Jedes Stuͤck wird an den Ohren durch Ein⸗ ſchnitte bezeichnet.
Die Staͤhre werden noch genauer beurtheilt.
Zur erſten Klaſſe kommen diejenigen, welche auch am ganzen Unterkorper gleichartige hochfeine Wolle tragen; nur mit ſolchen werden die 3 erſten Klaſſen der Schaafe belegt.
Zur zweiten Klaſſe kommen zwar auch noch gleichartige, aber minderfeine Staͤhre. Dieſe bleiben fuͤr die uͤbrigen Schaafe. 3
Kein Staͤhr mit ungleichartiger Wolle wird zur Zucht genommen.
Der Eigenthuͤmer oder der Disponent kennt nun das Schlechtere und das Beſſere. Er weiß, was zuerſt aus der Heerde zu entfernen und was beizubehalten iſt. Bei der Leitung der Paarung geht er um ſo ſicherer, und uͤber das Werthverhaͤltniß der Wolle ſeiner Heerden bekommt er eine um ſo zuver⸗ laͤſſigere Ueberſicht.
Iſt einmal eine Heerde ſo geordnet, ſo laͤßt ſie
ſich leicht dabei erhalten. Wer ſich ſelbſt immerfort in der Unterſuchung der Wolle uͤbt, ſchreitet in der Kenntniß immer weiter, vorausgeſetzt, daß er voll⸗ kommene Muſter beſtaͤndig vor Augen haben kann, oder ſich von ihren Merkmalen eine richtige Vorſtel⸗
lung zu erhalten weiß. Ein Leitfaden dabei moͤgen
die gegenwaͤrtigen Abhandlungen ſein.
Vo eher
halt
Ver Pr vil eine det lung
wie lernen


