Teil eines Werkes 
1: Über Wolle im Allgemeinen und über die Englischen Vließe insbesondere. 1
Entstehung
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hervorgebracht worden ſeyn, denn die Schafe werden jetzt beſchrieben als Thiere mit kurzen Beinen, runden aͤchten Tonnen⸗Leibern, zart gebildet, und ein ausgezeichnet weißes Vließ tragend. Aber der herrſchende Gebrauch, die Laͤmmer zu ſcheeren, muß dem Fabrikanten den Vor⸗ theil rauben, den er aus der Jaͤhrlingswolle ziehen moͤchte, obgleich er einige andere Zweige der Wollen⸗Manufactur mit dem Artikel verſieht, den ſie verlangen.

Einige Theile dieſer ausgedehnten Grafſchaft erzeu⸗ gen Wolle von einem ſchwankenden Charakter, ſolche, die ſowohl durch die Kardaͤtſche, als durch den Kamm bear⸗ beitet werden kann, wie es die Umſtaͤnde, beſonders die Nachfrage nach der einen oder andern Sorte erhei⸗ ſchen, und machen es ſchwierig, den Boden, welcher Langwolle erzeugt, von dem zu ſondern, der nur den kuͤr⸗ zeren Stapel liefert. Derjenige, der ſich fuͤr das ſchwe⸗

rere Schaf am beſten eignet, liegt rund um die Kuͤſte in

verſchiedenen getrennten Stuͤcken, laͤngs des ſuͤdlichen

Ufers der Themſe, auf der Inſel Sheppey und in dem

Gehoͤlz(Weald) von Kent; aber die Ausdehnung deſſel⸗ ben wird ſehr verſchieden geſchaͤtzt; denn einige rechnen, daß die Marſchen in der ſuͤdlichen Spitze nur vier und vierzig tauſend Acker enthalten, waͤhrend andere in abwei⸗ chenden Annahmen ſelbſt bis ſiebzig tauſend ſteigen. Dieſe Angaben ſind nur dadurch mit einander vereinbar,

daß man annimmt, jene, welche uns die groͤßeren Zah⸗

len geben, begreifen unter der Romney⸗Marſch noch einen Theil des Gebuͤſches(Weald), der daran grenzt, oder einen Theil der Niederungen von Suſſex, die Ebenen

levels) von Guilford und von Pevenſey. Mr. Pennant

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