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Spree, Mandau und Neiße. Dagegen mangeln ſie der Lommatſcher
Pflege, ſo daß hier die Graſerei oft nur ½, der Flur beträgt, und
andern von Flüuſſen entferntern fruchtbaren Strichen empfindlich. Im Ganzen iſt der Wieſenbau hier im regen Aufſchwunge begrif⸗
fen; namentlich findet der Kunſtwieſenbau(meiſt nach Siegener Art)
immer größere Ausdehnung, was man zumeiſt dem für die Land⸗ wirthſchaft ſo ſehr beſorgten Miniſterium des Innern zu verdanken hat, indem dasſelbe nicht nur thatſächlich Anregung zu dieſer Melioration gab, wie ſolches die großartige Anlage von Kunſtwieſen bei Schwar⸗ zenberg bezeugt, ſondern auch eine Anzahl Männer zu praktiſchen Wieſenbauern in Jannowitz ausbilden ließ und fortwährend noch den⸗ jenigen Wieſenbeſitzern Prämien ertheilt, welche den Kunſtwieſenbau einführen. Die großartigſten Anlagen dieſer Art exiſtiren in dem eben⸗ genannten Jannowitz bei Ruhland in der Oberlauſitz, dem Grafen v. Gersdorf, dem Apoſtel der höhern Wieſencultur in dieſer Ge⸗ gend, gehörig, und in Rüdigsdorf, einem Gute des Dr. Cruſius. Ferner wurde neuerer Zeit der Kunſtwieſenbau eingeführt: bei dem Obercommiſſär Schmalz in Mühlbach bei Großenhain; auf dem Rittergute Kleinwelmsdorf; bei Dreſſel in Wildenau; bei Fried⸗ rich in Bockau im Erzgebirge; bei Freitag in Brünlas; bei Har⸗ ter in Neudörfchen unweit Mitweida; bei dem Kloſtervoigt v. Po⸗ ſern auf Pulsnitz; bei den Gebrüdern Freiherren v. Gablenz auf Kittlitz und Unwürde; bei dem Gutsbeſitzer Palm in Zadel; bei dem Rittergutsbeſitzer v. Brescius auf Rothnaulitz und dem Oberappel⸗ lationsrathe v. Criegern auf Thunitz.
§. 7. Hannovers Wieſenbau.
Über Ausdehnung und Vertheilung der Grasländereien im König⸗ reiche Hannover gibt die nachfolgende Tabelle Aufſchluß.
Vom Acker⸗ und Grünlande ſind Provinzen und Landestheile. Wieſen Ackerland u. Privat⸗ weiden a. pCt. pCt 1) Fürſtenthum Calenberg.. 816/00 183/1,0 2)„ Goͤttingen... 84 16 3)„ Grubenhagen.... 79 13/7, 20 2h100 4) Grafſchaft Hohenſtein..„... 87*⁸/100 1 20 h100 5) Herrſchaft Pleſſe.... 87 9⁄10] 1 2 h100


