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Erster Band (1821) [Erster Band]
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Landwirthſchaftliche Gebäude.

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Scheune und Stall nach mailändi- ſ<er Art, Dieſe Bauart iſt außer dem Mailändi- ſchen, auch im Parmeſaniſchen u. ſ. w. gebräuchlich. Sie iſt ſowol auf Oekonomie als Bequemlichkeit ſehr gut berechnet. Sie läſſt ſich in allen Ländern, vor- züglich aber in ſolchen anwenden, wo reichliche Ern- ten an Stroh und Futter gemacht werden. Man häuft lezteces ſo übereinander, daß die Linie der Pfoſten nicht überſchritten wird, und daß es den ganzen Schuß des Dachs echält. Man errichtet an einigen Stellen eine durchlöcherte Bacrkſteinmauer, an der Seite, wo hauptſächlic) Regen und Wind hintrifft, damit das äußerſte Futter nicht zu oft be- näßt wird. Statt derſelben kann man aud) Arten von Scanzpfählen einrammeln, dieſe mit Brettern verbin-

den, und die Oberfläche mit Baumzweigen belegen.| in der ganzen Ausdehnung der Scheune bis unter

Das Dach dieſer Scheune wird, wie aus der

Tamer

8 Metres unterſtüzt, die in einer Entfernung von 4 Metres von einander ſtehen. Die Breite der Scheune beträgt 7 Metres., Die Länge wechſelt nach der Menge von Futter, die man unter Dach brin- gen wil. Die Ställe ſind gleichfalls mehr oder weniger lang, nach der Menge des Viehs. Die Höhe, die im Mailändiſchen nur 2 Metres b&s trägt, dürfte 23%> 3 betragen, damit das Vieh eine größere Luftmaſſe genießen kann. Von 2 Sei- ten ſind Fenſter angebracht. Die Stallthüre iſt bald auf der Seite des Vordachs, bald unter demſel- ben. Man errichtet gemeiniglich auf beyden Sei- ten dieſes Vordachs eine leichte Mauer oder eine einfache Verpfählung, um eine Stelle zum Schuß für das Geſchirr der Zugtbiere und Akergeräthe zu

gewinnen. Das Futter wird auf dem Stall, und

Figur erhellt, durch Pfoſten von einer Höhe von| den Gipfel des Daches aufgehäuft,

Zw

AchteXige Scheune, deren Dach durch einen Central-Pfeiler unterſtüzt wird. Dieſes Gebäude iſt eine Nachahmung von einer alten Kirche von Aquileja, die 11 Meotres im Durchmeſſer hat. Sie findet eine ſehr zwe>mäßige Anwendung bey Erbauung von Scheunen in Rückſicht auf die Form derſelben, die bey einem kleinern Aufwand von Bau-

materialien größern Raum liefert, und nur ein ſehr

leichtes und wohlfeiles Dach erfordert. Man könnte noch mit Bortheil bölzerne Balken zur Vereinigung

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des untern Theils des Dachs mit dem Central-Pfei- lex in dem Fall anwenden, wo man eine Scheune von großem Durchmeſſer bauen, und eine zu große Die der Mauern vermeiden will. Ein Strohdad) hat den Vortheil der größeren Leichtigkeit und eines geringeren Aufwands. Dieſe Scheune könnte mit Vortheil die Heuſchober erſezen, deren Errichtung in jedem Jahr vorgenommen werden muß, und ſehr koſt- bar iſt. Der Durchſchnitt des Gebäudes iſt in der Hälfte des Plans dargeſtellt,