21
ziehung auf den Menſchen verwaltet werden wird. In dieſer Vorausſetzung muß jede verſtändige Regierung dem Menſchen ſein Nothwendiges von Wäldern und Bäumen erhalten oder wieder erſchaffen, wo es nicht mehr iſt.
In der guten Waldordnung werden zuerſt die hö<h- ſten Berge, wo das Gebiet der Stürme und Blitze und des Schnees und Eiſes beſonders herrſchend ſeyn würde, gleichſam geheiligt wie die alten Götterhainez; ſie werden vorzüglich dicht erhalten. Dann folgen in Zwiſchen- räumen die niedrigeren Bergkämme, die in ihren einzel- nen Abläufen und Abſaßen mit Hochwald bede>t erhal- ten werden. Die Schlüchte zwiſchen den Kämmen md-= gen nach der Oertlichkeit und Gelegenheit in Felder und Wieſen verwandelt werden. So kommen wir zur Ebene. Und folgende wäre für die Ebenen unſere Ordnung und für die Blachfelder.
Wv Wälder wären auf der Ebene, erhielten wir ſie, wo keine wären, legten wir ſie an auf folgende
..
Weiſe
Der großte Feind unſeres Landes ſowohl für den Menſchen als für die Gewachſe und Früchte iſt der Wind, der vom Oſten und Norden her wehet. Unſere Walder würden dieſemnach in der Richtung erhalten oder gepflanzt werden müſſen, daß der Strich von Oſten bis Nordweſten gegen die Winde geſchirmt wäre.
Je alle anderthalb teutſc<e Meilen müßte Wald feyn, der wenigſtens fünfzehenhundert Fuß Breite hätte., Die Länge liefe den ganzen angegebenen Windſtrich fort.“


