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Run ließ er ſich auf die- Berechnungen und Gegenberechnungen verſchiedener-Pomologen und Lands wirthe ein, welche am Ende dieſes Neſultat gaben:
„Wenn ein Ört bei einer Flur von 5000 Mor- gen Land und einer Volksmenge von 600 Sees len, 6000 Obſtbäume beſit, welche durch richs tige Nachpflanzungen und Pflege in beſtändiz gent rechten Zuſtande gehalten werden, ſo wird dieſe Einwohnerſchaft ſich eines jährlicyen Erz trags von wenigſtens 1125 Maltern au friſchem oder etwa 3575 Maltern an getro&netem Obſt erfreun.“
„Hiervon wird die Haußhaltung eines verheiz ratheten Mannes mit 4 Kindern zu genießen haben: 1) entweder 45 fl. Nheinl. an Geldbes trage, oder 2) 114 Malter friſches Obſt, oder 5) 53 Malter(480 Pfund) getroFnetes Obſt,== alſo wirklich ein Drittheil ihrer täglichen Nothe- durft au Speiſe.“==
„Soviel wird wohl jeder Getraide= und Obſtz2 kundige; der Deutſchlands Boden und Klima auh nur obenhin kennt, ſicherlich einſehen, daß im Durchſchnitt auf jeder Flur von 5000 Mors gen Land immer no>) 6000 neue, Obſtbäume ſiehen können, ohne den Getraidebau zu geniren, und daß der Ertrag von 600000 StüF in ewig gutem Stand erhaltenen Dbſibäumen dem jähr-
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