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Am 2gſten Mai ſchienen alle Pflanzen zu kraͤnkeln, wa⸗ ren 2 ½ bis 3 Zoll hoch, in 14 Tagen um nichts gewach⸗ ſen, ſehr fein und zart, hatten aber eine ebenfalls 3 Zoll lange Wurzel getrieben.
Nach den ſehr warmen Tagen und Naͤchten Ende April's und Anfang Mars, war die Temperatur bis zum ziſten Mai, im Durchſchnitt 90 bei Tage und 3 ½0 bei Nacht, worunter 3 Nachtfroͤſte waren. Dieſe und uͤberhaupt eine Temperatur unter 50 naͤchtlich, vertragen Erbſen, Wicken und Klee nicht wohl. Vom Anfang Juni an ward es waͤrmer. Von nun an wuchſen die Wicken mit Macht, bedeckten im Juli die ganze Oberflaͤche mit ihren 6 Fuß langen Ranken und bluͤheten bis in die Mitte Decembers. Die Bluͤthen ſind anfaͤnglich weißlich und ſpielen ſpaͤter in verſchiedenen Farben zwiſchen blau und roth. Die ſchoͤne Pflanze wuͤrde jeden Garten zieren. Schooten kamen nur wenige; die meiſten dieſer wenigen verfaulten, da die Pflan⸗ zen nicht aufgebunden waren.
Es ſcheint eine perennirende Art zu ſeyn, da ſie Ende Februar dieſes Jahres wieder ausſchlug. Alle Pflanzen haben eine geſunde Farbe und einen uͤppigen Wuchs. Im Man ſtanden bereits mehrere in der Bluͤthe, einige 1 Fuß hoch mit 5 Zoll langer Wurzel.
Die im vorigen Jahre auf Duͤnger und Mergel geleg⸗ ten Wicken waren noch weit kraftvoller und hatten einige Ranken von uͤber 7 Fuß Laͤnge.
VI. Sommer⸗NRocken aus Taurien. Vier Koͤrner gepflanzt— den 25ſten April kam die erſte Pflanze⸗ den iſten Mai die zweite, 2 Pflanzen blieben aus, weil die Koͤrner unvollſtaͤndig waren. Gleich


