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Meine Ansicht der Statik des Landbaues im Jahre 1817 mit angehängten in späteren Jahren hinzugekommenen Anmerkungen / Caspar von Voght
Entstehung
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zu bringen. Weiter gehen denn auch meine Erfahrungen

nicht.

Da ich meine Beduͤngung und meine Saatfolge

beſchrieben habe, ſo halte ich es zur Verhuͤtung von Miß⸗

Was dieſes ſey, das dieſem Boden dieſe Vorzüglich⸗ keit giebt, wiſſen wir nicht ganz. Es iſt wohl in einem hohen Grade dem allnährenden Humus, aber, ich wage ſchuͤchtern den Zweifel, vielleicht nicht ihm allein alles zu verdanken.

Ich denke immer, daß Licht, Waͤrmeſtoff, Kohlſtoffgas (auch noch in anderer Geſtalt als im Humus), Waſſer

in ſeiner Zerſetzung, vielleicht das auf die Keime ſo maͤchtig wirkende Chlorinſtoffgas, Azote, in ſo fern es als Nichtleiter ſo viele dieſer Stoffe zuſammenhaͤlt, mit dem der atmoſphaͤriſchen Einwirkung ſo empfaͤnglichen Thon, welcher animaliſche Theile in unmerklicher Klein⸗ heit ſich aneignet; daß alles dieſes aus gegenſeitiger, in Waͤrme und Feuchtigkeit durch die Lebenskraft der Pflanzen bewirkten Zerſetzung und Wechſel⸗Anziehung die Pflanzen auf eine feinere Art naͤhrt; daß die Mole⸗ kularform und die Tenuitaͤt der kleinſten Theile(welche die ſchon von Virgil geforderten Kennzeichen des fet⸗ ten Bodens ſo gut erklaͤren) dieſe Leben erzeugende und erhaltende Kraft in einem hohen Grade befoͤrdern.

Ich weiß nicht, ob daruͤber ſich je etwas ausmitteln laſſen wird, ob im Fall ein großer Theil der Fruchtbar⸗ keit in gewiſſem Boden der Kraft zuzuſchreiben ſey, ob dieſe durch ihre Kraft⸗Aeußerung(Thaͤtigkeit) eine Erſchoͤpfung leide; in welchem Verhaͤltniß mit dem Reichthum? ob, wenn ſie etwas verliert, ſie es durch Ruhe wieder gewinne? u. ſ. w. Auf allen Fall ſcheint es mir der Aufmerkſamkeit nicht unwerth! Ao. 1821.

Dieſes hat ſich nun ſpaͤter genauer entwickelt und beſtaͤtigt. Nur von Ruhe muß gar nicht die Rede mehr ſeyn, da unſtreitig das durch die Dreeſch erhoͤhete Erdvermöogen gerade der Wirkung der Vegetation waͤh⸗ rend dieſer Periode zuzuſchreiben iſt. Die Veraͤnderung im Erdvermoͤgen, die man unrecht hat Erſchoͤpfung

zu nennen, iſt der Fruchtart, der Behandlung, den cli⸗ matiſchen Einfluͤſſen nach verſchieden und laͤßt ſich aller⸗ dings unter Beachtung aller Umſtaͤnde in Zahlen aus⸗ drücken. Ao. 1823.