474 Geſchichte— Vl. Theil.
Anno 1650. von Pfingſten bis in den ſpaͤten Herbſt, iſt es ſehr feuchte ge⸗ weſen, und beſtaͤndiger groſſer Regen gefallen, wodurch nicht allein die Geeſt⸗ Wieſen unter Waſſer geſetzet, ſondern das Korn iſt in den mehrſten Gegenden der Marſch faſt bis an die Ohren unter Waſſer geſtanden, und auf den Ackern ermodert. An vielen Orten hat man ſich der gemeinen Land⸗Wege mit groſ⸗ ſer Gefahr bedienen muͤſſen. Weßwegen das Getrayde ſo wohl auf der Geeſt als
Marſch gaͤntzlich verdorben, der wenige Gaͤrſte, ſo noch eingeerndtet worden,iſt ſo dampffig geweſen, daß man ihn weder zur Speiſe noch zu Maltzen gebrauchen
koͤnnen. Vieles Vieh iſt aus Mangel der Graſung geſtorben, wiewohl noch verſchiedenes auf der hohen Geeſt in der Heyde ſich kuͤmmerlich erhalten. Wie
man im Herbſt die Winter⸗Saat beſtellen wollen, ſind die Pferde an vielen
Orten in die Furchen, als in Moraſt eingeſuncken, daß man ſie mit groſſer Muhe heraus ſchleppen muͤſſen. Weil nun bey ſolcher ſchlechten Jahres Zeit wegen des waſſerichten Landes wenig Winter⸗Korn geſaͤet worden, und was noch in die Erde geworffen, mehrentheils vermodert und nicht hervorgekommen, das Vieh und Pferde, ſonderlich in der Marſch in den niedrigen Gegenden, den Winter dahin gefallen, ſo folgete in dem folgenden Anno 1671 Jahr eine ſehr ſchwere theure Zeit, und die Verarmung vieler vermoͤgenden Familien, ſo gar, daß wenn von frembden Orten keine Zufuhr geſchehen, viele Menſchen haͤt⸗ zen Hungers ſterben muͤſſen..
Anno 1673 von jacobi bis Michaelis iſt es eine ſehr naſſe Zeit geweſen, daß auch ſehr viel Korn deßwegen verdorben, doch iſt dabey eine ſehr wohlfeile Zeit geblieben, daß man den Weitzen vor 4 Marck, und den Rocken vor 3 Marck die Tonne kauffen koͤnnen. Worauf ein ſehr gelinder Winter gefolget, ſo gar, daß es uͤber 4 Tage nicht gefrohren.
Anno 164 iſt ein ſehr temperirt und uͤberaus fruchtbar Jahr geweſen, weil aber wegen der wohlfeilen Zeit keine Schiffe gingen, und die Kauffmann⸗ ſchafft ruhete, blieb ſehr viel Korn im Lande, und verurſachte bey den Hausleu⸗ ten einen groſſen Geld⸗Mangel.
Den 13 Julii iſt ein ſtarcker Platz⸗Regen, mit Donner, Blitzen und Ha⸗ gelſchloſſen gefallen, daß derer Orten, wo der Strich durchgezogen, alles Korn gaͤntzlich verderbet, Haͤuſer, Baͤume und Thuͤrme uͤbern Hauffen ge⸗ worffen worden.
Anno 1677. im Anfang des Februarü, iſt auf ungegruͤndeten Bericht, als wenn die Schweden in Hollſtein gefallen, und einige Doͤrffer gepluͤndert,
ein unerhoͤrtes Schrecken und Fluͤchten entſtanden, daß jedermann in Han⸗ . 3„
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