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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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472 Geſchichte VI. Theil. 33

contribuiren muͤſſen, welcher mit ſeiner Reuterey im Kirchſpiel Henſtedt 6 Wo⸗ du chen noch liegen blieben. Nach dem Schwediſchen Abzuge kam der Daͤni⸗ Duxun

ſche Obriſt Buchwald mit ohngefehr 11 bis 1200 Mann, theils Fußvoͤlcker, enan theils Cavallerie, in Dithmarſchen, und nahm ſeinen Marſch uͤber die Eyder Mbttfer nach Fridrichſtadt, den Schweden vor Rendsburg eine Diverſion zu machen. iinäegt. Dieſer foderte von Norder⸗Dithmarſchen eine gleichmaͤßige summe, er muſte inoeſt aber ſich mit 6 bis 700 Rthlr. vors erſte begnuͤgen laſſen, weil ein ſtarck Com- buEn mando Schweden ihm in die Eiſen waren, welche ſich in Weddingſtedt und Koſfen Stelle einlegeten, und bis an die Eyder ſtreiffeten, zogen aber den 26 Martü un wieder nach Rendsburg. So bald der Obriſt Buchwald der Schweden Ab⸗ S marſch vernommen, iſt er uͤber die Eyder geruͤckt, in Meinung, wieder nach ſhoſ Gluͤckſtadt zu gehen, es muſten aber die Schweden Wind davon bekommen 3 haben, denn der Obriſter Bodeker innerhalb 4 Stunden von Rendsburg nach W Weddingſtedt eiligſt mit einem Detachement gekommen, den Daͤnen zu be⸗ 1 Kan gegnen, welche die Nacht uͤber in Feddering campirten und mit anbrechendem dhrfö Tage uͤber die Au⸗Bruͤcke ſetzeten. So bald ſie der Heyde etwas naͤherten, düa wurden ſie unverſehens von den Schweden, ſo hinter den Bergen hielten, ange⸗ 3 fallen und mit weniger Muͤhe getrennet, ein Theil erſchlagen, der groͤſte Hauf Aa nebſt dem Obriſten Buchwald und deſſen Obriſt⸗Lieutenant gefangen, nach dem Ane, Lager vor Rendsburg gebracht, daß alſo nur eine Standarte mit ohngefehr 100 d Mann entronnen. Nach ſolcher Schlacht nahmen die Schweden ihr Quar⸗ Sand tier in Weddingſtedt und Stelle, die umliegende Doͤrffer muſten alles, was ſie R ü nur foderten, liefern, und in der Heyde wurden die Krancken und Verwunde⸗ 3 ten verpfleget. Nach 12 Tagen gingen ſie nach Henſtedt, Mohr, Delve, duff Pahlen und Doͤrpling, und blieben daſelbſt bey die 7 Wochen, da ſie endlich uf aufbrachen, und ihren Weg nach Hale, bis gegen Rendsburg nahmen; doch de muſten beyde Theile Dithmarſcheu ihnen allenthalben, ſie moͤchten auch ſeyn nachdem wo ſie wolten, eine unglaubliche Menge Proviant und Fourage zufuͤhren. bien In der Nacht vor dem 1 Junii ſind in die ſoo auserleſene Soldaten aus Darau Itzehoe, Crempe und Gluͤckſtadt, unter Commando des Capitain Harder nach 3. Harpſen, den Schweden zu Jevenſtedt eingefallen, ſo ohngefehr 30 erſchlagen, und gute Beute nebſt 150 Pferden gluͤcklich nach Itzehoe gebracht. Wie ſie bxe aber im Ruͤckwege die Zeit verſaͤumet, auch ihres Weges nicht abwerts nach 70aſ dem Moraſt genommen, ſind ſie von den Schweden wieder uͤberfallen, bey 200 neutm erſchlagen ün gefangen worden, der Capitain ſelbſten hat ſich kuͤmmerlich durch iment eine Aue ſalviret. 1 hanu Den mnallen