Druckschrift 
Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
Einzelbild herunterladen

470 Geſchichte VI. Theil.

zu getroͤften, hat etzliche Tage hernach accordiret, und den Koͤniglichen das Aila, Schloß uͤbergeben.. tnn Den 26 Novembr. iſt der Ertz⸗Biſchoff Fridericus mit allem Volck ußa hieſiger Orten aufgebrochen, und ins Norden gezogen, um Wrangeln zu verfol⸗ auch* gen. Eroberte auch ſo gleich Anfangs ſtuͤrmender Hand Ripen, und wurde Kazei alles, Montagne ſelbſten, der ſchon Quartier genommen hatte, niedergehauen, at,tde 3 aus Erbitterung, weil der tapfere Steinberger davor geblieben, und durch den Nur da Kopf geſchoſſen worden. Wrangeln aber in ſeinem verſchantzeten Lager bey ber Randers anzugreiffen, hielten ſie nicht vor rathſam. Daß auch damahlen der de Pun Zug nicht weiter gegangen, und die Schweden vollends aus Juͤtland getrieben ſchiedene worden, wie ſolches an einem ſo engen Orte leicht haͤtte geſchehen koͤnnen, war manten wohl hauptſaͤchliche Urſache, die Uneinigkeit zwiſchen Friderico und Bilden, hingerin denn ſie trenneten ſich, und ging dieſer wieder nach Fuͤnen, und Fridericus kam dienten. Ao. 164 den 2 Febr. mit ſeiner Armee wieder in Dithmarſchen. Von wel⸗ N chem Corps 5 Compagnien Fußvoͤlcker von dem Ahlefeldiſchen Regiment in ſtarcke Meldorff, und 17 Esquadrons Reuter zu Oſten Meldorff in denen Geeſt⸗Doͤrf⸗ den W fern ſelbigen Kirchſpiels eingeleget worden. Dieſe fuhreten ſich ſolcher Geſtalt geſtot, mit Geld erpreſſen, rauben, pluͤndern und Veruͤbung allerhand Muthwillen arruͦckg auf, daß es die Feinde nicht aͤrgen huͤtten machen koͤnnen, ſo gar, daß auch ver⸗ uua ſchiedene Doͤrffer von Einwohnern gantz entbloͤſſet worden. Eadh Die Wrangelſchen haben in der Wochen vor Faſtnacht, nachdem der 8 Daͤniſche General Bauer bey Elmshorn geſchlagen, ſich aller Orten in Holl⸗ pnterſt ſtein wieder bemaͤchtiget/ daß alſo den Daͤnen abermahlen nichts als Gluͤckſtadt, entwede Cremp und Rendsburguͤberblieben. In der Stapelholmer Schantze haben ſir⸗und ſie bey 300 Mann theils niedergemacht, theils gefangen genommen, und allent⸗(dieerſ halben, wo ſie gekommen, haben ſie Merckmahle groſſer Unbarmhertzigkeit und den Sch Grauſamkeit zuruͤck gelaſſen. In der Faſtnachts⸗Woche haben die Daͤnen aufgenu den Duͤnnen⸗Teich durchgeſtochen, auch die Brunsbuttler Schantze, woran verurſat doch ſo groſſer Fleiß und Koſten gewandt, geſchleiffet, und die Palliſaden zu fernern Verſtaͤrckung der neuen Schantze verbrauchet, welche bey der holen Wette⸗ S rung oder Landes⸗Scheidung aufgeworffen worden. ih Zu Ende kebr. iſt der Schwediſche General Helm Wrangel mit ſei⸗ renſter nem gantzen Corps in Dithmarſchen geruͤcket, und hat ſich mit den vornehmſten deserb Officiers und der Infanterie in Meldorff einquartieret, die Cavallerie aber iſt gehaber in der Marſch deſſelbigen Kirchſpiels(jedoch Boſenwurt ausgenommen, ſo anf etich Salve- Guarde bekommen) verleget worden. Folgendes Tages und die gantze nden

Zeit