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468 Geſchichte VI. Theil.
Den 28 April kamen ohngefehr 200 Schwediſche Fuß⸗Voͤlcker mit 2 oder 3 kleinen Feld⸗Stuͤcken, und lagerten ſich im Tenßbuͤtteler Holtz, die Reuter und Dragoner aber 300 Marck ſtarck, ſtreiffeten bis an die Meldorffer Schan⸗ tze, und pluͤnderten alle nahe liegende Geeſt⸗Doͤrffer im Geſicht der Daͤniſchen Voͤlcker. Und wie die Schweden ſo bereits in Abzuge in Bergeſtedt begriffen, geſehen, daß etwa 50 Dragoner aus Meldorff auf der Hoͤhe, bis an Nindorff ſich præſentirten, aber gleich wieder zuruͤckgezogen, haben ſie Nindorff auſſer 2 kleine Haͤuſer abgebrandt, und ſind mit denen in Tenßbuͤtteler Holtz liegendẽ Fuß⸗ Voͤlckern wieder aus dem Lande gezogen, nachdem ſie vorhero Tenßbuͤttel, Roſt, Alversdorff, und daſelbſt die Kirche gantz ausgepluͤndert. Folgendes Ta⸗ ges in aller Fruͤh ſind die Daͤniſchen Voͤlcker gefolgt, und haben die Schweden in und bey Tetenburg angetroffen. Die Reuter, ſo zuerſt auf den Feind getrof⸗ fen, haben zwar die im Holtz verſchantzte Fuß⸗Voͤlcker attaquiret, aber mit Verluſt zuruͤckweichen muͤſſen; immittelſt der Obriſt⸗Lieutenant Becker mit der Infanterie angelanget, welcher mit ungemeiner Courage den Feind angefallen, und nach einem kleinen Widerſtand, wie etwa 20 erſchoſſen, alle, nebſt 4 Offici⸗ rern gefangen genommen, und die Gemeine untergeſtecket. Die Schwedi⸗ ſche Reuter,ſo jenſeit des Dorffes gehalten, und dem Spiel zugeſehen, haben ſich wieder nach Rendsburg retiriret.
Den 8 May iſt die gantze Koͤnigl. Armee uͤber die Elbe ins Stifft Bre⸗ men, wegen des Schwediſchen Einfalls, geruͤcket, und ziemlichen Succeſs ge⸗ habt, indem ſie die Schweden damahlen voͤllig aus den Stifft delogirten. Den é und 7 Junii ſind ſie wieder zuruͤck gekommen, und in denen Marſchen verleget worden. Dieſe Einquartierung hat die von Norder⸗Dithmarſchen beſonders 33 Krürhät, und ſind auf eine wiewohl kurtze Zeit 5000 Mann in der Heyde geſtanden.
Den 27 May ſind 00, etliche ſagen 1000 Reuter, ans Rendsburg nach Hanrau gezogen, haben daſige Beſatzung, weil ſie wegen der vielen Schnapha⸗ nen nicht anders denn mit einer ſtarcken Eſcorte proviantiret werden koͤnnen, abgeholet, und das Haus in Brandt geſtecket. Folgendes Tages aber Hade⸗ maſchen jaͤmmerlich ausgepluͤndert, und mit denen Einwohnern unbarmhertzig umgegangen, ja der Prediger, alter abgelebten Leute, Weiber und Kinder nicht verſchonet. Weil aber die Schantze und Waͤlle in Hanrau unbeſchaͤdigt blie⸗ ben, hat Claus von Ahlefeld den 29 May Fo Soldaten darein geleget, welche afann Octobris darin geblieben, damahlen iſt die Schantze voͤllig geſchleif⸗
et worden. Den 16 Junü ſind die Koͤnigl. Trouppen, ſo im Lande verlegt dedeſtgebeh Me
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