446 Geſchichhlte VI. Theil.
— gen, worzu die von Suͤder⸗Dithmarſchen Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Daͤnne⸗ ClausA marck 20000 Rthlr. in 4 Terminen zu bezahlen verehret. een. ¹
Anno 1612 iſt in dieſen Laͤndern geboten worden ſich mit Gewehr zu ver⸗ Nrde⸗s ſehen, auch gemeine Heerſchauung gehalten, allenthalben im Norder⸗ und Suͤ⸗ fen uwvine der⸗Theil an der See⸗Kannte, Baacken und Theer⸗Tonnen aufgerichtet und o, vil ſtarcke Wacht gehalten worden, wie ſie denn auch etliche Mordbrenner ertap⸗ nlbekard pet, und ihnen ihren gebuͤhrenden Lohn gegeben haben. Am
In dieſem Jahr hat der Hertzog Johann Adolff den Zinß von dem Marſch⸗ amder Lande erhoͤhet, und muſten die Unterthanen 28 Schill. von jeden Morgen ge⸗ in Bog ben, da ſonſten in der Capitulation nur 24 Schill. angeſetzet worden. Solche war esl Verhoͤhung kam von dem damahligen ſchlechten couranten Gelde her, und war Jahrhe der Muͤntz⸗Meiſter, Matz Paulſen, groͤſten Theils ſchuld daran, als welcher eine einbrin Menge Doppel⸗Schillinge oder ſogenannte Strevkatten geſchlagen; Dieſer T Verhoͤhung vorzukommen, haben die von Suͤder⸗Dithmarſchen bey Ihro Koͤ⸗ Schle nigl. Majeſt. von Daͤnnemarck ein Memorial eingegeben, wie er eben Ao. 1613 in Mar in Brunsbuttel geweſen, und gebeten, daß man ſie bey der Capitulation ſchuͤ⸗ büͤttelg tzen moͤchte, es moͤchte auch eine Veraͤnderung im Muͤntz⸗Weſen kommen, wie wunde es wolte. Dieſes petitum iſt ihnen gegen eine Erkaͤnntlichkeit von 1800 Rthlr. Dach
zugeſtanden, und ihre privilegia confirmiret worden.— Ahbll
In der Nacht den 21 Septembr. iſt ein groſſer Sturm geweſen, der die einenun Teiche allenthalben ſehr beſchaͤdiget, die neue Schuͤlper⸗Siehl weggeriſſen und den in das Land unter Waſſer geſetzet worden. inEhd
Anno 1612 ſind Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Daͤnnemarck im Octobr. zu uſach Braunsbuͤttel geweſen, wegen der 2 Stenen⸗Hoͤvede, welche noch ſolten aus⸗ Mauo geſchlagen werden, wie vorigen Jahres mit einem geſchehen. Zu dieſer Arbeit hat habE man durch gantz Suder⸗Dithmarſchen 12 Schill. von Morgen geben muſſen. 5
Anno 1615 wurden in der Faſten 2 Bruͤder zu Suͤder⸗Dieck, Roffs Jo⸗ de n hanns Kinder, Erbſchafft halben uneins, daß auch der eine dem andern vor offe⸗ derwe nen Gericht den Todt gedraͤuet; der eine verbirget ſich zu dem Ende des Abends ienac darauf heimlich in des Brudern Hauſe( ſo von keinen argen gewuſt, jedoch den 8 Tag geklaget, daß ihm das Hertz ſof ſchwer) und als ſein Volck zu Bette, er Huldi auch bey dem Feuer im erſten Schlaff geſeſſen, uͤberfaͤlt ihn der andere und er⸗ da ſü mordet ihn mit vielen Wunden, gehet darauf zu Hauſe, und laͤſt wegen des er⸗ bonde mordeten Bruders in der Kirchen oͤffentlich bitten, und als das Gebeth geſchicht, 4 wird er alſobald blind und ſtumm, daß ſie ihn aus der Kirchen fuͤhren muͤſſen, da narhte er alles zu verſtehen gegeben, wie die That ergangen. Eriſt zwar von der hat ſei Frauen an einen andern Ort gebracht worden, hat aber nirgends Ruhe gehabt ſhon und wegen des boͤſen Gewiſſens bleiden koͤnnen, wie denn der ſeel. Hr. Paſtor, 5
Claus


