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Des Jacobi Barozzi von Vignola Grund-Regeln über die fünff Säulen / auffs neue zum fleissigsten übersehen, mit unterschiedenen nöthigen Regeln vermehret und mit 50 Rissen in Kupffer erläutert durch Johann Rudolph Fäsch
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Von denen Säulen⸗Stühlen und Säulen⸗Füsen.

104 Er Säulen⸗Stuhl, so durch alle fünff Ordnungen den drit⸗ 4 ten Theil der Säule haben soll, hat in der Toscanischen Ordnung 4. Modul, 8. Part. davon bekommt der Fuß und De⸗ ckel, jeder Z. Modul,, oder 6. Partes, und sind gleich weit, oder 4. p. ausgeladen; bleiben also vor dem Würffel 3. Modul g. p. vi- de Tab. 9. In der Dorischen Ordnung hält er 53. Modul, dg⸗ von bekommt der Fuß 10. p. zur Höhe, und ist 47 p. ausgeladen, der Deckel bekommt 6. p. und ist 6. p. ausgeladen und der Würf⸗ fel behält 4. Mod. vid. Tab. 14. In der Jonischen Ordnung ist er 6. Modul davon bekommt der Fuß und Deckel jeder 9. p. und.

1 ausgeladen, vid. Tab. 21. In der Corinthischen Tab. 29. und 4 in der Romischen Ordnung Tab. 35. hat der Säulen⸗Stuhl 1 nach der Haupt Regul, nur 63. Modul, damit er aber gegen die Zörtlichkeit der Säule desto geschickter aussehe, wird demselben noch ztel Modul zugegeben, und er also 7. Modul hoch machtda⸗ von bekommt der Fuß 12. p. und der Deckel 14 p. zur Höhe, und sind gleich weit, nemlich 8. p. ausgeladen. Der Säulen Fuß ist durch alle 7. Ordnungen 1. Modul hoch. In der Toscanisch⸗ und Dorischen Ordnung wird der mit dem untersten Saume des Stammes gerechnet; in denen dreyen ubrigen aber ohne den⸗ selben. Er springt in der Toscanischen um 44. p. in der Dori- chen 5. p. in denen dreyen ubrigen aber durchgehends 7. p. vor. Damit man nun sowol die Höhe, als den Sprung der Glieder besser erkennen möge, so habe solche à parte groß gezeichnet. Be⸗ siehe Tab. 43. 44.

VII. Von

der Würffel J. Modul. Der Fuß ist S. p. und der Deckel 10. B