Tafeln, jede zu 24 Gedecken, in dem an 700 Speisende fassenden Lokale des neuerbauten, nach seiner ursprünglichen Bestimmung noch nicht ge⸗ brauchten, riesenmäßigen Exercirhauses des erst seit einigen Jahren neu hervortretenden Stadt— viertels in der Louisenstadt, das, auf Veranstal— tung der Geschäftsführer, von Schinkel und Gropius herrlich decorirt und mit eleganten Vorhängen drapirt worden. Mehrere Tafeln sonderten sich bald nach den Sectionen der Na⸗ turwissenschaften, als der Botanik, Chemie, Geo— gnosie ꝛc., ab, wobei immer ein einheimisches Mitglied eine Art von Marschallamt bekleidete; auch hatte jede derselben eine Nummer, welche sich hoch aus der, in der Mitte stehenden, Blu⸗ menvase erhob; allgemeine Toasts wurden nur von den Geschäftsführern allein ausgebracht. An mehreren Tafeln saßen auch die Frauen und Töch⸗ ter der auswärtigen Mitglieder. Um die Frem— den auch beim Genusse der Tafelfreuden mit aus⸗ gezeichneten Personen der Residenz bekannt zu machen, und auch solche Gebildete zuzulassen, die gern sich des Anblicks der anwesenden be— rühmten Männer erfreuen mochten, wurden täg⸗ lich eine bestimmte Zahl von einigen Hundert Einladungskarten vertheilt, und manche auf die— sem Wege geknüpfte Bekanntschaft konnte schnell zu dauernder Freundschaft erwachsen. Man wird zugestehen, daß diese Maßregeln kaum Etwas zu wünschen übrig lassen. Diesen geselligen Mittagsmahlzeiten wurde an dem Vorabende der Schlußsitzung die Krone dadurch aufgesetzt, daß sich, durch Lichtenstein's Bemühung, die
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Die Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte in Berlin i. J. 1828 kritisch beleuchtet / [Johann Jakob Sachs]
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