einer raschen Ummodelung des alten Wirthschaftssystems und bei Einführung einer neuen in der Bebauungsart, und zum Theile in den Geräthschaften noch unbekannten Wirthschaftsweise wegen der gesicherten Auswahl der willigeren und geschickteren Arbeiter sehr nöthig sind; so glaube ich nicht zu irren, wenn ich eben hierin einen Mitbeweggrund finde, welcher das königliche Ministerium bestimmen konnte, den Siz der Schule hieher zu verlegen.
So angenehm und willkommen die geographische Lage Weihenstephans ist, eben so angenehm und noch weit überraschender ist dessen örtliche Lage. Auf einem isolirten nicht unbedeutenden Hügel liegt dieses, wegen seines Alters ehrwürdige, große Gebäude, links an der Hochstraße, welche von München nach Freising führt, und gewährt von hier aus einen wahrhaft imposanten Anblick. Besteigt man diesen angenehmen Hügel selbst, tritt man bei schönem reinem Himmel an die Orte, welche dem freien oder bewaff— neten Auge die Aussicht öffnen, welche herrliche Scene stellt sich dann nicht dar! Das im Thale liegende Städtchen Freising, welches mit einem Blicke übersehen wird; der Anblick der königlichen Residenz— stadt mit ihren stolzen Thürmen; der in vielfachen Krümmungen durch grünende Auen dahin eilende Isar— strom; die vielen in mahlerisch schönen Gegenden sich darstellenden Dorfer und Ortschaften; das unendlich Weite des Ueberblickes, welches mit jedem Tage neue Schönheiten der Natur entdecken macht, und das nur


