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liefern. Denkt man sich hiezu nun noch die dem ge— meinen Landmanne angebornen Vorurtheile gegen alle Neuerungen, die Unlust, auf Kosten seines Beutels Versuche zu wagen, von deren gutem oder schlechtem Ausgange er nicht überzeugt ist; so verschafft man sich bald die Ueberzeugung, daß schriftliche Belehrungen auf den gemeinen Landwirth nicht wohl wirken konnen.— Soll dieses geschehen, so muß es unmittelbar durch Beispiele seyn. Diese sezen ihn in den Stand, ein vorgenommenes ihm noch unbekanntes landwirthschaftliches Geschäft vom Anfange bis zum Ende mit der ndͤthigen Aufmerksamkeit zu verfolgen: er beobachtet alle hiebei vorkommenden Erscheinungen selbst: paßt die Moglichkeit der Ausführung seinen Wirth— schaftsverhältnissen an: er sieht den Erfolg, vergleicht ihn mit dem geschehenen Aufwande an Zeit, Kraft und Vermdgen; ist ersterer günstig, der Fruchtfolge seines Systems für die ersten Jahre wenigstens nicht hinderlich, so darf man sicher seyn, daß der auch über alle fremden Erfahrungen sich erhaben dünkende Land— wirth, angezogen durch die Kraft des eigenen Interesse, bald Nachahmer seyn werde.
Ein lebendiges Muster einer in allen ihren Theilen veredelten Wirthschaft, welche vorzüglich den künstli⸗ chen Futterbau betreibt, und wo alles, was auf Ver— besserung des Ackerbaues Bezug hat, geprüft und der offentlichen Beurtheilung dargelegt wird, ward für Baiern nach Aufhebung der Gemeindeweiden ein weit dringenderes Bedürfniß als jemals.— Auch diesem


