Teil eines Werkes 
3 (1805) Biologie oder Philosophie der lebenden Natur. 3
Entstehung
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fähig ist, erhellet daraus, weil heftige Einwir- kungen alle Receptivität vertilgen. Qualitativ würden die Veränderungen der Receptivität dann seyn, wenn jede einwirkende Potenz diese- higkeit nur für sich selber, nicht aber für an- dere Potenzen verminderte, oder sie für an- dere gar erhöhete. Solche ‚qualitative Verän- derungen der Receptivität giebt es wirklich. Es ist nehmlich ein Satz, der sowohl aus dem Begriffe der Reitzbarkeit folgt, als Erfahrungs- gründe auf seiner Seite hat, dafs die Recep- tıvität für eine erregende Potenz ver- mehrt wird durch Verminderung oder Aufhebung des Einflusses dieser Potenz. Veränderungen der Receptivität nun müssen in vorhergegangenen Veränderungen der Mischung und Form ihren Grund haben. Die letztern aber entstehen aus der Einwirkung äusserer Po- tenzen., Mithin haben alle Veränderungen der Receptivität ebenfalls, folglich auch Erhöhungen dieser Fähigkeit, hierin ihre Quelle. Allein oben haben wir. bewiesen, dals alle einwirkende Po- ienzen die Receptivität vermindern. Hier: ist also ein Widerspruch, der. sich nur unter der Voraussetzung heben lälst, dafs jede erregende Potenz durch ihre Einwirkung /auf die Recep- tivität diese blos in Beziehung auf sich depri- mirt, und zugleich sie in Beziehung auf andere Potenzen exaltirt.

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