Teil eines Werkes 
2 (1803) Biologie oder Philosophie der lebenden Natur. 2
Entstehung
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keine Luft eingelassen hatte. Hiermit lälst sich auch das Resultat meines vorhin erwähnten Ver- suchs, wo sich die letztere Substanz auf Saamen- körnern erzeugte, die sich unter einer mit Was- serstoffgas gefüllten Glocke befanden, selır wohl vereinigen, indem der Cylinder mit ungekochtem Brunnenwasser, also mit einer Flüssigkeit, welche immer eine beträchtliche Menge athmosphärischer

Luft enthält, gesperrt war.

Von den Säugthieren an bis zu den einfachsten Zoophyten spricht also alles für die Nothwendig- keit der athmosphärischen Luft als materieller Be- dingung des Lebens; aber alles beweist auch, dafs die Abhängigkeit von ihr mit zunelimender Ein- fachheit in der Organisation immer geringer wird, Es ist uns jetzt noch übrig, dieses Gesetz auch bey den Pflanzen zu prüfen. Gilt dasselbe auch von diesen Organismen,'so läflst sich vermuthen, dafs jene Abhängigkeit bey ihnen wieder zunehmen, jedoch nicht zu der Höhe, worauf sie bey den

obern Thierclassen steht, gelangen werde.

Dies ist wirklich auch das Resultat, das sich aus den vielen Versuchen ergiebt, welche über den Einflufs der athmosphärischen Luft und der übri- gen Gasarten auf das vegetabilische Leben ange- stellt sind. Es ist erstens gewils, dafs manche Pflanzen eine beträchtliche Menge athmosphärischer Luft zu ihrem Unterhalte verbraucheh. Haues

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