10 Englands Getreidepolizei;
fuhrprämie dem Getreidepreis eine gewisse Fe— stigkeit ertheilt hat; welches allerdings ein sehr wichtiger Punkt ist. Ein Pächter hat keinen Vortheil davon, wenn der Preis eines Quar— ters innerhalb einem Jahre von 3 Pf. Sterl. bis zu 25 Schillingen fällt. Jahre, wo die Preise merklich herabsinken, sind dem Pächter immer nachtheilig.
In den sechszehn Jahren von 174 bis 1756, sind die Arnten in ganz Großbritannien in dem Maße ergiebig gewesen, daß ohne die erstaunliche Ausfuhr, der Getreidepreis natür— licher Weise so hätte fallen müssen, daß der Landmann allen Muth und alle Lust zu Fort— setzung und weiterer Verbesserung des Acker— baues würde verloren haben. Allein die Aus— fuhr ward nur deshalb so eifrig betrieben, weil der Kaufmann die darauf bewilligte Prä— mie gewinnen wollte. Ohne diesen Antrieb, würde das Getreide nicht aus dem Reiche ge— gangen seyn, die Pächter hätten nicht so viel Weizen angebaut, und in den folgenden Jah— ren wäre eine solche Cheurung entstanden, daß der Durchschnittspreis dieser Periode weit hö— her ausgefallen wäre, als er je in einem Zeit— raum von eben so viel Jahren vor dem neuen
Getreidesystem gewesen ist.
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