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gen des Lesers zu rechtfertigen; hierzu kommt
dann noch, daß fast in keinem Lesepublicum
eine so ungleichartige Bildung herrscht, als in demjenigen, welchem ich dies Buch über— gebe. Dadurch ist der Schriftsteller bald zu weitem Ausholen, bald zu wiederholenden Wendungen gezwungen, um seine Begriffe und Grundsätze auf irgend einem VBerüh— rungspunct an die seiner einzelnen Leser anzu— knüpfen.
Manchem dürfte ich vielleicht nicht sel— ten scheinbar verständlicher geworden seyn,
wenn ich bisweilen mehrere Mittelglieder
einer Deduction übergangen und ihre Resul⸗ tate näher an einander gerückt hatte, oder wenn ich weniger bestimmt zu schreiben mich bemüht hätte. Denn es ist ein bekanntes
psychologisches Phänomen, daß wir leichter
und früher ein Wahres aus dem Unbe— stimmten heraus fühlen, als daß wir dassel⸗ be Wahre bestimmt denken können. Al— lein diese an sich merkwürdige Einrichtung des menschlichen Geistes darf— so höchst


