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Gemählde der toskanischen Landwirthschaft / von J. C. L. Simonde. Aus dem Französ. übers. und mit Anm. und Zusätzen begleitet von Johann Burger
Entstehung
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Dieser Unterschied ist nirgends so bemerklich als in Italien. Ohngeachtet des schlechten Zustandes des Han dels bereichert sich doch jeder Kaufmann, indeß jeder Grundeigenthümer von seinen Renten lebt, ohne sie zu ver⸗ mehren, und jeder Meyer am Ende des Jahrs sich so arm befindet, als er es am Anfange desselben war. Die Landwirthschaft erzeugt nur in sofern neue Kapitale, als die Bauern sich bereichern, und diese können sich nicht bereichern, als in sofern sie Eigenthümer und Arbeiter zu⸗ gleich find.

Sichelu ß.

Ich weiß nicht, bis zu welchem Grad diese kurze Auseinandersetzung der toskanischen Landwirthschaft mei nem Vaterlande nüzlich werden kann; vielleicht sind unter den vielen Beobachtungen nur wenige, die in unserm Klima angewendet werden konnen, sollten es aber auch gar keine seyn, die uns nützlich werden könnten, so glaub ich doch noch nicht, etwas unnüzes gethan zu haben, wenn ich die lobenswürdige Neugierde der Landwirthe zu befrie

digen im Stande war.

Moge dieses kleine Werk jenem Lande gleichfalls nüz⸗ lich seyn, das ich so lange Zeit bewohnte, und dessen Andenken mir so theuer ist! Möge es von der erlauchten Gesellschaft, welcher zuzugehdren ich mir zur Ehre rechne, die so viel zum Wohlstand desselben beyträgt, gütig auf genommen werden! Vielleicht hat der Eifer, ihren Ar- beiten mitzuwirken, Mißbräuche aufzudecken und zu rü⸗ gen, mich ein zu hartes Urtheil über manche Gewohn⸗ heiten eines Volks fällen lassen, das ich liebe, und dem ich Dankbarkeit schuldig bin; doch wird es mich nicht reuen, seine Vorurtheile verwundet oder seine Gebräuche verworfen zu haben, wenn es einen Nutzen von meinen Beobachtungen schöpfen kann.