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Gemählde der toskanischen Landwirthschaft / von J. C. L. Simonde. Aus dem Französ. übers. und mit Anm. und Zusätzen begleitet von Johann Burger
Entstehung
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Nachdem kleine Tyrannen den grösten Theil der Städte von Toskana und des ganzen Italiens während kürzerer oder längerer Zeit unterdrükt hatten, ward das erstere in einen einzigen Staat unter die Herrschaft eines Mannes vereiniget. Alexander und nach ihm Kosmus J und Franz von Medicis befolgten die Lehren jener kleinen Herren, und ahmten ihr Betragen nach. Ferdinand von Me⸗ dicis war es, der seinen Nachfolger als König zu denken und zu handeln lehrte. Er hatte die Mittel nicht mehr, Toskana seinen alten Wohlstand, seine Betriebsamkeit und Thätigkeit wieder zu geben; allein er bestrebte sich, so wie die Fürsten, die ihm folgten, seinem völligen Ruin ein Ziel zu setzen, und das Fortschreiten seiner Verwü⸗ stung zu hemmen. Alle Anstrengungen des Hauses Me⸗ dicis konnten die Maremma nicht retten, das Uebel war bereits zu groß. Sinnlose Geseze über den Kornhandel waren die Ursache, daß drey Viertel der Einwohner vor Hunger starben, und ist die Bevölkerung eines ungesunden Ortes einmal zerstört, so kann sie sich nimmer wieder er⸗ holen. Bessern Erfolg hatten die Bemühungen dieser Fürsten in der Ebene von Pisa, die unter Kosmus I noch wüst, heut zu Tag aber ein blühendes Aussehen gewinnt; in der morastigen Gegend von Chiana, die von einem religibsen Orden, den sie gestiftet hatten, ausgetroknet und aufgeschwemmt ward; endlich im ganzen übrigen Toskaua, wo sie den Geist der Landwirthschaft wieder

ahrhunderte nach Ferdinand stellte die

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erwekten. Zwey J Thätigkeit und Weisheit Peter Leopold's in dem ganzen, nordlich vom Arno gelegenen, Theil von Toskana den Ackerbau auf eben den Grad wieder her, wie er zur Zeit Kosmus des Vaters des Vaterlands oder Lorenz des Präch tigen war, und zwaug die Maremma selbst wichtige Schritte zur Rückkehr zu ihrem alten Wohlstand zu machen.

Die öffentlichen Gebäude der Medicis und die Auf⸗ munterungen, die sie den Landbewohnern schenkten, tru gen bey weitem nicht so viel zum Aufblühen des Ackerbaues bey, als ihre Vorurtheile und ihre Politik. Sie wollten

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