Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1807)
Entstehung
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Bedingungen 5 d. Einfüh

dessell

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vielleicht nur durch das grösfsere Zutrauen, welches man ihnen schenkt. Zufolge dièéses Zutrauens kann 6s manchmal geschehen, dals solche gerade wie jede audere Sache von Werth, oder auch wie Obligationen reicher Privatpersonen, statt baaren Geldes, von einem Indisiduo an das andere übertragen werden. Darum aber darf man sie noch nicht als wirkliches Papier- geld betrachten, eben so wenig, als dies in Ansehung von Wechseln angesehener Privatpersonen, welche im Publikum cirkuliren, möglich seyn würde. End- lich besteht ein Hauptunterschied der Staatsobliga- tionen vom Papiergelde auch noch darin, dass jene Zinsen tragen, und letztéres nicht.

*) Denn gewissermalsen ist die ganze Summeè Papiergeld, welche der Regent in Umlauf setat, entweder um schon kontrahirte Schulden zu bezahlen, oder um andere Ausgaben irgend einer Art au bestreiten, selbst nichis andersals eine Schuld, welche er mit der Na- tion kontrahirt.

1) V. B. in Staaten, die verhältpilsmälsig eine grosse Volksmenge enthalten, Wo der Erwerb schwierig und gering, und die wenigen Quellen desselben grôlsten- theils erschéplt sind, kann die Cirkulation grolser Summen Papiergeldes keine andere Wirkung hervor- bringen, als die Nominalpreise der Giiter zu erhö- bhen, und das Elend der niedern Volksklassen auk's Aeusserste zu treiben. Dies werden auch ohne Zweifel die Folgen des vor Kurzem im Preulsischen eingelüthrten Papiergeldes seyn. Anders verhielte sich's, wenn dieser Stadt Srolse Strecken fruchtbarer aber unangebauter Ländereien, einen lebhäaften In- nern Verkehr u. 8. W. besälse.

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dem Papiergelde, als Mittel be⸗

rung

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3. kEa Chtet, den Staatsbedürknissen

zu ⸗Hälfe zu kommen, kann eine Re⸗ gierung höchstens nur in solchen Staaten ihre Zullucht nehmen, welche sich noch in: eltens be-

glücklichen Zustande des Fortschr kinden. Und auch hier muls dieselbe theils

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