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5. Kohlrüben oder Rotabagen.
* Die Rotabagen, welche ich in HofWyl sah,
hatten zwar gesunde, und ziemlich grolse Blät⸗
ter, allein die Rüben selbst waren nicht so, als sie im Verhältniss der Blätter hätten seyn können. Herr von Fellenbrg selbst klagte darüber, und wulste die Ursache davon nicht anzugeben.— Ein grosser Theil der Rotabagen war in Blüthe getreten.— Nach den Erkundigungen, welche ich darüber einzog, hatten die Pflanzen sehr lange in der Pllanzschule gestanden, bevor sie auf das Feld versetzt wurden. Dies ist, wie ich
selbst einigemale erfahren habe, die Ursache, weshalb sowohl die Rotabagen, als auch andere
Arten von Kohlrüben, olt schön in den Blättern, aber schlecht in der Rübe sind.— In der Pllanz- schule stéehen nämlich die Pflanzen so dicht, dass sie sich nicht so in der Wurzel ausdehnen kön- nen, als sieé es ihrem Alter angemessen thun würden, man glaubt dann immer noch Pflanzen zu haben, wie sie seyn müssen, um gute Rüben bringen zu können, und hat dagegen zwar Pflan⸗ zen mit dünnen, aber doch olaigen und festen Wurzeln. In diesen sind sowohl das Zellge- webe, als auch die übrigen Saftgefälse, so zu-
sammen geéschrumplt, dals es unmöglich ist, dass


