6 Allgemeine Betrachtungen.
Sphäre, auf welche sich die National-Oekonomie beschränkt.
Um uns aber nicht in einem unermeßlichen Felde zu verlieren, müssen wir den Gegenstand unserer For⸗ schungen etwas enger beschränken. Wir wollen den ge— sellschaftlichen Körper, die Natur und die Verrichtungen der verschiedenen Organe, woraus er besteht, kennen ler— nen; allein das Studium des inneren Baues eines jeden derselben würde eine endlose Arbeit seyn. So verdankt z. B. die Gesellschaft der Industrie ihrer Mitglieder ei— nen beträchtlichen Theil der Gegenstände, mittelst wel—⸗ cher sie ihre Bedürfnisse befriedigt; diese Industrie aber besteht aus einer Menge von Künsten, wovon jede ihr eigeues, sehr verwickeltes Verfahren hat, und die ihren Mann ganz in An spruch nimmt. So können wir, um den Nutzen, den die Gesellschaft aus dem auswärtigen Handel zieht, zu würdigen, immerhin den Zweck des Handels, sein allgemeines Verfahren und das Ergebniß desselben studiren; wir müssen aber denen, die den Handel zu ihrem Berufe machen, alles, was die Beschaffenheit der Waaren, womit sie speculiren, den Ankauf, die Fortschaf—⸗ fung und den Absatz derselben betrifft, als den Kreis ih— rer Thätigkeit überlassen. Um einzusehen, welchen Nutzen die Handwerke der Gesellschaft gewähren, brauchen wir nicht zu wissen, wie das Eisen oder ein anderer Stoff bereitet wird. Mit diesem Detail muß sich die Techno— logie beschäftigen.
Indem die National-Oekonomie uns die Organe des gesellschaftlichen Körpers kennen lehrt, setzt sie uns in den Stand, von den Wirkungen auf die Ursachen oder von den Ursachen auf die Wirkungen zu schließen; sie überläßt es aber der Geschichte und der Statistik, in ih— ren Jahrbüchern die Resultate aufzuzeichnen, deren in— nere Verbindung sie nur zu oft nicht enthüllen können,


