Erster Versueh. Eoe Wochen zuvor, ehe des Herrn Spallanzani Wahrnehmung
an zerschnittenen Schnecken in hiesigen öffentlichen Blättern be⸗ kanatgemacht wurde, hatte ich schon durch folgenden Vorfall das Fort— leben der zerschnittenen Schnecken, als etwas Seltenes und Sonder— bares, bemerket.
Ein hiesiger guter Freund rieth mir das Zerschneiden der nacken⸗ den Schnecken mit der Scheere als das leichteste und bewährteste Mit⸗ tel an, solche aus meinem Garten in kurzer Zeit gänzlich zu vertilgen. Ich ließ also solches nicht nur von andern verrichten, sondern ich beschäf⸗ tigte mich zu mancher Zeit auch selbst damit. Und es konnte nicht anders, als mich höchst aufmerksam machen, da ich sahe, wie die meisten dieser Schnecken, wenn ich sie nicht eben in der Mitte, sondern mehr nach vornen zu, und sonderlich am Halse und Kopfe zerschnitten hatte, ent— weder gleich oder nach wenigen Augenblicken anfiengen ihre zusammen— gezogene Gestalt zu verändern, sich ausdehnten, den gestutzten Hals oder Kopftheil von sich strecketen, und so fortkrochen. Jedoch, weil nur die Ausrottung derselben hiebey meine Absicht war, so ließ ich es auch bey der bloßen Verwunderung darüber bewenden; und fiel mir der Gedanke des langen Fortlebens so wenig ein, daß ich vielmehr glaubte, sie wür— den an solchem Schnitt ganz gewis umkommen. Und so wurde theils von mir selbst, theils von andern, dieses Zerschneiden einige Wochen ii der besten Hoffnung, meinen Garten auf die Weise von den Schnecken endlich vollkommen zu reinigen, fortgesetzet.
Anmerkung.
Mein Exempel dienet also zwar zu einem Zeugnisse, wie leicht es uns oft werden könnte, in dem Naturreiche neue und wichtige Entdeckungen zu machen, wenn wir auf alles, was uns, aus der oder jener Ursache und Absicht, zu Handen und zu Gesichte kommt, genau acht hätten; aber auch zu einem Veweise, wie oft (wir bey einer Sache, blod nach unserm Zwecke, stehen bleiben, ohne weiter zu ge⸗ hen
e HAde Thei Ranzt ober, hera e/ Un ich se ich pol


